Die Welt der “Postgraduierten” 19. Dezember 2005
Veröffentlicht von Frank Walzel in : Studentischer Geist , einen kommentar schreibenWer glaubt mit dem akademischen Abschluss ist alles geschafft, kennt die Welt der “Postgraduierten” nicht.






—–
Bibliographie für wirtschaftsnahe Geisteswissenschaftler 4. Dezember 2005
Veröffentlicht von Frank Walzel in : Studentischer Geist , einen kommentar schreibenEher durch Zufall stieß ich auf die Publikations- und Literaturliste der Münchner Initiative “Student und Arbeitsmarkt” an der LMU. Beeindruckend, was die Organisatoren da für Geistes- und Sozialwissenschaftler auf die Beine gestellt haben – ganz großes Lob! Es bliebt zu hoffen, dass das Projekt viele Nachahmer findet.
Literaturliste der LMU “Student und Arbeitsmarkt”
• Behrend, Diederich / Biel, Georg / Bönisch, Walter / Honolka, Harro / Reimann, Herbert: Wohin nach dem Studium? Chancen für Geistes- und Sozialwissenschaftler in der Wirtschaft. * Landsberg am Lech 1988
• Schmidt, Siegfried H. / Honolka, Harro / Bockenfeld, Werner: Student und Arbeitsmarkt. Die Praxisprogramme an der Universität München auf dem Prüfstand, München 1995
• Honolka, Harro: Berufsbezogenheit in germanistischen Fächern. Möglichkeiten eines koordinierten Nebeneinanders vieler Wege, in: Georg Jäger / Jörg Schönbert 11 (Hrsg.): Wissenschaft und Berufspraxis. * Paderborn/München/Wien/Zürich 1997, S. 319-327
• Honolka, Harro: Berufspraktika im Ausland von Geistes- und
Sozialwissenschaftlern. Erfahrungen aus einem Modellversuch von Student und Arbeitsmarkt an der Ludwig-Maximilians-Universität München, in: Beiträge zur Hochschulforschung 3, 1997, S. 303-311
• Payome, Thea / Langen, Stephanie: Studium und Betriebspraktika. Betriebspraktika. Beschaffen. Absolvieren. Ins Studium einbauen. Heft 1 der Schriftenreihe von Student und Arbeitsmarkt. München 1998
• Honolka, Harro: Berufsbezogen studieren: Plädoyer für einen dritten Weg, in: Günter Blamberger / Hermann Glaser / Ulrich Glaser (Hrsg.): Berufsbezogen studieren. Neue Studiengänge in den Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften, München 1998, S. 220-224
• Konegen-Grenier, Christiane: Mit Kant und Kafka in die Wirtschaft. Integrationsprogramm für Geisteswissenschaftler. Befragung der beteiligten Unternehmen und Absolventen, Köln 1998.
• Schmirber, Gisela / Honolka, Harro (Hrsg.): Berufsvorbereitende Programme für Studierende an deutschen Universitäten, München 1998.
• Schöndorf, Marion: Münchner Mentorenmodell. Ergebnisse eines Pilotprojekts an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Heft 3 der Schriftenreihe von Student und Arbeitsmarkt. München 1999.
• Bockenfeld, Werner: Absolventenbefragungen. Eine praktische Anleitung für Fakultäten und Institute der Ludwig-Maximilians-Universität München. Heft 2 der Schriftenreihe von Student und Arbeitsmarkt. München 2000.
• Honolka, Harro / Limbrunner, Christiane / Oram, Melanie / Wypijeski, Wolfgang: Bewerbungsratgeber für Studenten und Hochschulabsolventen, Bielefeld 2000.
• Agreiter, Mechthild / Schindler, Götz: Geistes- und Sozialwissenschaftler für die europäische Wirtschaft, München 2000.
• Grühn, Dieter / Honolka Harro: Berufsvorbereitende Programme an Universitäten vor neuen Herausforderungen. * Heft 4 der Schriftenreihe von Student und Arbeitsmarkt. München 2001.
• Mit der LMU zum Wunschberuf. Studienbegleitende Angebote zur Berufsvorbereitung. Für Studierende aller Fächer ab dem 1. Semester. Broschüre an der LMU 2001.
• Mendoza, Imke: Zukunfts- und Berufsperspektiven Slavistik. * Heft 5 der Schriftenreihe von Student und Arbeitsmarkt. München 2001.
—–
Initiative für Studiengebühren! 14. November 2005
Veröffentlicht von Frank Walzel in : Studentischer Geist , 4kommentareEs wirklich erstaunlich, wie kreativ und fleißig ansonsten gemächliche Studenten werden können. Zu wahrer Höchstform laufen sie auf, wenn es darum geht Gefahren für sich und die Allgemeinheit abzuwehren. Sie kämpfen leidenschaftlich gegen die Atomkraft, gegen die Gentechnik, gegen den Irak-Krieg und auch gegen den Studentenfeind Nr. 1 – die Studiengebühren! Ihr Anliegen wird mit einem Eifer und einer Energie vorangetragen, als befinde man sich mitten im Kulturkampf. Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren versammelt unter ihrem Namen nahezu 100 gleichgesinnte Organisationen. Der Sympatisant (Marke: dagegen) kann darüber hinaus Broschüren, Plakate, Postkarten u.ä. über eine Bestellmaske ordern, um sich werbewirksam im Meinungskampf durchzusetzen!
Hier sind meine Fragen: Warum bildet sich keine studentische Initiative für Studiengebühren? Müssen wir Probleme, Herausforderungen u.ä. immerfort negativ definieren, statt sie positiv anzugehen, frei nach dem Motto: Hauptsache dagegen? Wo bleibt der kreative studentische Eifer gegen die “Gegenmaßnahme”, die Lust an einer konstruktiven Kampagne mit Verbesserungsvorschlägen, pfiffigen Ideen und guten Konzepten? Nicht, dass ich ein ultra-liberaler Vertreter hoher, unsozialer Studiengebühren wäre. Aber ein offen zutage tretener Geldmangel gepaart mit dem Anspruch auf akademische Spitzenforschung und -lehre wirft Fragen auf, die es zu beantworten gilt und das geht nicht mit einem “Ich-will-von-allem-am-meisten-und-das-umsonst!”.
Gerade bei den Geistes- und Sozialwissenschaften hat sich hier eine gewisse Apathie breit gemacht. Angesichts des Unvermeidbaren will man es zumindest nicht verpasst haben DAGEGEN gewesen zu sein. Sollen doch die Professoren um Ihre von leeren öffentlichen Kassen bedrohten Institute und Fachbereiche kämpfen, wir sind im Namen einer gerechten Sache unterwegs! Das klingt eher nach Spaßgesellschaft als verantwortungsbewusster “Generation Reform”.