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Ein Management-Modell für die gute Sache 10. Oktober 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : CoCoMa-Kolumne , einen kommentar schreiben

Nicht nur Unternehmen brauchen Management, auch Non-Profit-Organisationen müssen verwaltet und geführt werden. Einen ganzheitlichen Ansatz liefert das Freiburger Management-Modell, benannt nach dem Verbandsmanagement Institut der Universität Freiburg in der Schweiz. Zur Zielgruppe des systemisch angehauchten Ansatzes zählen Kammern, Genossenschaften, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Vereine, Kirchen, Parteien oder soziale wie kulturelle Organisationen. Wer sich in das etwas andere Management einlesen will, dem sei das Werk von Peter Schwarz, Robert Purtschert und Charles Giroud mit gleichnamigen Titel “Das Freiburger Management-Modell für Nonprofit-Organisationen” ans Herz gelegt. Das Erfreuliche an der Thematik ist: Auch wenn sich “die Wirtschaft” und die Welt der Wohltäter als vermeintliche Gegenpole in der Frage des Profits unterscheiden, funktionieren sie doch beide nach ähnlichen Prinzipien!

Mehr Informationen und Anregungen gibt es unter:

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CoCoMa-Kolumne: Wissen und Kommunikation im Aufsichtsrat 15. Mai 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : CoCoMa-Kolumne , einen kommentar schreiben

Durch Zufall stieß ich auf eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin (“Kommunikation und Wissen im Aufsichtsrat: Voraussetzungen und Kriterien guter Aufsichtsratsarbeit aus der Perspektive leitender Angestellter”) zur Qualität der Mitbestimmung durch Aufsichtsräte. Eine derartiges Paper habe ich dem WZB und der sozialwissenschafltichen Forschung gar nicht zugetraut. Nach näherem Hinsehen hat sich gezeigt, dass es diese Studie in einer Reihe mit weiteren Papers zu wirtschaftlichen Themen steht.

Die Kernthesen der Autoren Ulrich Jürgens (WZB) und Inge Lippert (Intercase Berlin) lassen sich in drei Punkten zusammenfassen:

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Der UnternehmensGeist und seine neue CoCoMa-Kolumne 17. März 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : CoCoMa-Kolumne , 3kommentare

Am Wochenende war es soweit: UnternehmensGeist ist 200 geworden! Und wie das an Geburtstagen so ist, macht man sich natürlich Gedanken, wie es (inhaltlich) mit UnternehmensGeist weitergehen soll. Die Kommentare der letzten Wochen und Monate haben gezeigt, dass es ein Interesse daran gibt, wie wir Geistes- und Sozialwissenschaftler in die Wirtschaft einsteigen können. Wirtschafts- oder Managementthemen wurden hingegen seltener “nachgefragt”.

Da ich jedoch beides diskutieren will, entschied ich mich, eine Art “Schwesterseite” ins Leben zu rufen, die sich mit eben dieser geisteswissenschaftlichen Sicht auf die Wirtschaft und das Management beschäftigt. Da mich meine Diversifikationsstrategie, eine separate “Schwesterseite” ins Netz zu stellen, nicht überzeugt hat, entschloss ich mich stattdessen auf UnternehmensGeist eine Kolumne zur geisteswissenschaftlichen Sicht auf das Thema Management zu starten. Sie trägt auch den Namen CoCoMa und steht für “Cooperate Communicative Management”. Die Seite CoCoMa.twoday.net wird in den nächsten Tagen abgeschaltet und größtenteils auf UnternehmensGeist weitergeführt. Der Hintergedanke, einen Management-Ansatz zur Debatte zu stellen, der ganzheitlich kooperativ (”cooperative”) und kommunikativ (wenn man will auch kann man “communicative” auch als mitteilsam übersetzen) ist, bleibt allerdings erhalten.

Natürlich bin ich nicht so naiv zu glauben, es hätte nicht schon vorher Leute gegeben, die sich darüber Gedanken gemacht haben. Anknüpfungspunkte sehe ich im systemorientierten Ansatz von Hans Ulrich , der sich dem Management von seiten der Systemtheorie und Kybernetik nähert. Das ganzheitliche Denken in seinem Ansatz kommt meiner Meinung einer geistes- und sozialwissenschaftlichen Betrachtungsweise am nächsten. Wer glaubt, Management sei nur etwas für BWLer, muss eines Besseren belehrt werden. Skeptikern empfehle ich die Bücher von Fredmund Malik (v.a. sein neuestes Buch “Management. Das A und O des Handwerks“) Ich würde mich freuen, wenn ich den ein oder anderen Leser von UnternehmensGeist in der CoCoMa-Kolumne begrüßen dürfte und so an geistes- und sozialwissenschaftlichen Einflüssen im Management weiter gearbeitet wird.

Zur Einstimmung gibt es eine Rezension zu lesen: “Die sanften Managementrebellen. Wie der Nachwuchs die Chefetagen aufmischen will” von Prof. Dr. Holger Rust, Soziologe (!) an Uni Hannover

CoCoMa-Kolumne: Die “sanften Managementrebellen” hinterlassen Spuren 11. März 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : CoCoMa-Kolumne , einen kommentar schreiben

Vielleicht mag ich klingen wie ein Marktschreier, wenn ich zum wiederholten Mal das Buch von Holger Rust (”Die sanften Managementrebellen“) anpreise und über Post-Autisten schreibe, aber dieser Vorwurf ist es mir wert. Nachdem ich hier bei UnternehmensGeist und auf CoCoMa über eine neue Denke in der Generation der 25- bis 35-Jährigen berichtet habe, bin ich Verweise auf ein neues Handeln (oder die ersten Vorboten davon) schuldig geblieben. Eine gute Zusammenstellung dieser “Spuren”, die die sanften Managementrebellen hinterlassen, finden sich auf den Seiten 179-181 des gleichnamigen Buches von Holger Rust. Manches davon klingt sehr vertraut, an das Ein oder Andere wird man sich wohl noch gewöhnen müssen.

Idea Based Economy: Idee als Rohstoff des 21. Jahrhunderts: Leitidee für die Personalpolitik.

Intellectual Capital: Die Idee, dass die Intelligenz und das Wissen von Menschen die wichtigste Kapitalien von Unternehmen sind. OECD-Definition. Einige Ansätze der der Bilanzierung dieser immateriellen Vermögenswerte (Skandia; Watson Wyatts “Human Capital Index”…).

Qualitative Intelligence: Überprüfung aller IT-Lösungen im Hinblick auf die Förderung der intellektuellen Fähigkeiten und der Kommunikationskompetenzen von Mitarbeitern.

Humanistic Economics: Integration der Geisteswissenschaften in die Curricula witrschaftswissenschaftlicher Ausbildungen; Zentren für Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten, für die in einem Modulsystem alle Fachdisziplinen intellektuelle Dienstleistungen zu erbringen haben.

Lateral Career Paths: Zunehmende Praxis der systematischen Sammlung von Erfahrung in unterschiedlichen Positionen und Arbeitsfeldern eines Unternehmens; interne Praktika auch bei Berufen mit konkreten Basisqualifikationen, etwa Ingenieuren.

Crossover Learning: Austausch und kritische Diskussion von Strategien mehrer Unternehmen unter der Leitung eines Moderators, meist einer Unternehmensberatung oder einer Hochschuleinrichtung.

Neo-Reengineering: Umstrukturierung ohne Personalabbau. Karl Werner Hansmann, Professor am Institute for Industrial Management der Uni Hamburg, hat das Modell in einer entsprechenden Untersuchung bei 68 norddeutschen Firmen getestet.

Web of Inclusion: Informations-Marktplatz für alle Beteiligten - verschiedene Ressorts, Mitarbeiter, Ehemalige, Berater und Kunden. Menschen unterschiedlichster Tätigkeiten sprechen miteinander und werden in die Vorbereitungen von Entscheidungen einbezogen.

Customer Relations Areas Files: Ausbau der seriösen Trendforschung (Theorie von Igor Ansoff; “Corporate Strategy”): Kooperation mit unterschiedlichen Disziplinen der regionalen Universitäten im Zuge empirischer Projekte zu demografischen, soziologischen, kulturellen psychologischen Entwicklungen. Der ethnologischen Forschung nachgebildet.

Transdisciplinary Alumni: Initiativen von Alumni-Zirkeln der unterschiedlichen Disziplinen einer Universität, die sich in einer Dachorganisation und interdisziplinäre Impulse für die weitere Entwicklung ihrer ehemaligen Almae matres entwickeln. Sie selber profitieren von der wechselseitigen Betrachtung der Welt.

Social Esthetics: Sozialpolitische Initiativen, die die Umweltbelastungen, Armut, Verzweiflung, Obdachlosigkeit und andere als störend empfundene Defizite dieser Gesellschaft durch Reintegration der Betroffenen beendet; Social Sponsoring.

Continuity Management: Sicherung der Leistungsbereitschaft engagierter Nachwuchskräfte, die in vielen Abteilungen oder vielen Positionen eines Unternehmens tätig waren. Es wird an der Tagesordnung sein, dass Mitarbeiter eine Zeit lang im Ausland oder gar bei konkurrierenden Unternehmen arbeiten.

Characters: Neuer umgangssprachlicher Begriff für leitendes Personal. Überzeugendstes Beispiel aus der Literatur: Leading Characters. Damit wird die unverwechselbare Persönlichkeit als wesentliches Element von Führungsstärke gegenüber den Managementmoden betont.

Cooperate Leading: CEO, CFO, Chief Information Officer, Chief Knowledge Officer, Chief Learning Officer - alles Positionen, die allmählich normal werden. Koordinationsaufgaben nehmen zu.

Life Long Consulting: Das Ende der Allround-Berater und Auftragsberatung. Beratung als Dauergeschäft der mit den Unternehmen verbundenen Kräften, wie es beispielsweise heute bei Rechtsanwälten der Fall ist.

Competence Based Image: Unternehmen als Marke auf dem Markt der hochklassigen jungen Führungskräfte. Nicht Unternehmenskultur, sondern Dynamik und Flexibilität prägen diese Marke. Gleichzeitig hat eine hochklassige Mitarbeiterschaft Werbewirkungen für ein Unternehmen, vor allem, wenn es sich um ein mittelständisches Unternehmen handelt.

Post-Autistic Economics: Die Lösung aus der Eindimensionalität der Managementkonzepte und Moden, ohne sie abzuschaffen, wie beschrieben, beginnend schon mit der intellektuellen Diversifizierung der Ausbildung.
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