Zurück in die Zukunft mit “Orchideenfächern”

Wenn aller Ortens von einer Entwicklung in die eine Richtung berichtet wird, es ist es nicht immer leicht gegenläufige Bewegungen auszumachen. Im letzten Monat habe ich jedoch so einen Fall entdeckt.

Die Leitung der privaten European Business School hat gerade erst Wiesbaden zur Universitätstadt gemacht, indem sie eine juristische Fakultät gründete. Jetzt gibt es offensichtlich sogar Pläne eine “Governance School” für politikwissenschaftliche Studiengänge ins Leben zu rufen. Ob man nun eine private Hochschule mit Landesmitteln unterstützen soll, wie es Hessen getan hat, darüber lässt sich trefflich streiten. Dies will ich jedoch Anderen überlassen.

Interessanter erscheint vielmehr dieser Punkt: Kritiker mögen vielleicht sagen, dass die Lehre ohnehin wieder nur privatwirtschaftlichen Interessen angepasst wird. Doch was ist falsch daran? Hier wird zusätzlich zu den klassischen universitären Studiengängen ein interdisziplinäres Angebot geschaffen, das Absolventen gute Chancen am Arbeitsmarkt verschafft. Junge Menschen haben dann die Freiheit zwischen privaten und staatlichen Programmen zu wählen. Das ist nur recht und ganz im Sinne aller Beteiligten:

+ Absolventen wird ein Stück Zukunftsangst genommen, wenn sie sich für das Studium der Politik entscheiden.
+ Universitäten mit klassischem Bildungsangebot erhalten neue Impulse (wenn sie es zulassen).
+ Wirtschaft und Verwaltung können auf neue interessante Absolventen hoffen.

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