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“Das Management gemeinnütziger Organisationen ist komplexer als das kommerzieller Unternehmen!” 9. Dezember 2009

Veröffentlicht von Frank Walzel in : Wirtschaftsethik, Management, Pressespiegel , einen kommentar schreiben

So könnte in etwa eine These von Peter Drucker lauten, die er schon in den 80er Jahren vertrat. Gemeinnützige Organisationen gehörten für Drucker schon immer zu seinem Verständnis einer funktionierenden Volkswirtschaft. So beschrieb es ein Artikel im Harvard Business Manager (Was würde Peter Drucker sagen?):

Gemeinnützige Organisationen sind notwendig für eine gute Gesellschaft, in der Unternehmen erfolgreich sein können. Die Aufgabe der Zivilgesellschaft ist es, staatliche Bemühungen zur Wohlfahrt der Bürger zu ergänzen.

Aber wie komme ich zu dem unpopulären Titel dieses Beitrags? Nun, auf dem 1st Global Peter Drucker Forum in Wien (19./20.11.09) wurde eben diese These Druckers anlässlich seines 100. Geburtstags wieder diskutiert.

Warum soll das so sein? Richard Wartzman, Vorsitzender des Drucker Instituts an der Claremont Graduate University in Kalifornien, führt das auf fünf entscheidende Fragen zurück, die sich Unternehmen laut Drucker stellen sollten (Quelle: “Gemeinnützige Unternehmen als Vorbilder”, FAZ, 25.11.09, Nr. 274, S. 15, gefunden bei Knowledge Base der Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner):

1. Was ist unsere Mission?
2. Wer ist unser Kunde?
3. Worauf legt der Kunde Wert?
4. Was sind unsere Ergebnisse?
5. Was ist unser Plan?

Das antreibende Motiv ist und bleibt dabei stets die Mission, auch wenn sie auf Geld angewiesen sind. Stefan Wallner, bisheriger Vorsitzender der Caritas Austria bringt es aus meiner Sicht auf den Punkt (s. vorherige Quelle):

Selbst wenn wir wissen, dass jede Minute Hunderte Menschen an Hunger sterben, müssen wir jeden Tag Menschenleben retten.