Das “Educational Signaling” der Geisteswissenschaftler
…ist in etwa das, was geisteswissenschaftlichen Absolventen fehlt. Das fand zumindest eine Studie mit dem Titel “Search (f)or Work: Der Übergang vom Studium in den Beruf” (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 61 Jg., Heft 2/2009) heraus. In einem Artikel in der FAZ vom 29.08.09 wird “educational signaling” als die Produktion von Kriterien für künftige Arbeitgeber, was von einem Absolventen zu halten sei, verstanden. Im Falle der Geisteswissenschaftler sei diese besonders schwach.
Als Faktoren für die Sonderentwicklung führen die Leiterinnen der Studie laut FAZ zwei Punkte ins Feld:
1. “Zum einen halten sie fest, dass die Studentenpopulation hier heterogener ist, weil es praktisch keine Eintrittsbarrieren in die betreffenden Fächer gibt.”
2. “Zum anderen zeigt sich, dass die Abschlussnote der Geisteswissenschaftler in keinem signifikanten Zusammenhang mit ihrer Chance steht, zügig einen Beruf zu finden.”
Das Fazit der Studie: “Vielmehr scheint es, dass die Arbeitgeber über das Abschlusszertifikat hinaus anderer, zusätzlicher Signale bedürfen, um, wie es die Forscherinnen formulieren, ‘Anhaltspunkte hinsichtlich der Leistungsdisposition von Bewerbern’ aus den Geisteswissenschaften zu gewinnen.”
Mein Fazit: Absolventen der Geisteswissenschaften hilft kein Jammern und kein Wehklagen. Sie müssen früher als andere Absolventen Praxiserfahrung sammeln und an ihrem Netzwerk arbeiten!
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