Maschinenbauer lernen Griechisch

Der Austausch zwischen Geisteswissenschaften und der Wirtschaft wurde hier bei UnternehmensGeist.de reichlich diskutiert. Wie aber steht es eigentlich mit “der Technik” und den Geisteswissenschaften? Schließlich sind auch viele Ingenieure in Führungspositionen in der Wirtschaft.

Die TU Darmstadt bietet ihren zukünftigen Maschinenbauern Vorlesungen in Philosophie. Die FAZ hat diesem Novum (zum Glück) in ihrer Samstagsausgabe einen Artikel gewidmet: “Philosophie für Maschinenbauer” FAZ 19./20.04.08, Nr. 92, S. C13!

Aristoteles hätte da seine wahre Freude daran gefunden; sind doch viele Begriffe im Maschinenbau aus dem Griechischen!

Kommentare

  1. Es scheint mir mittlerweile sowieso eher zum bestimmenden Merkmal von erfolgreichen Karrieren zu gehören, dass eine Fähigkeit vorhanden ist, sich die Querverbindungen zu anderen Disziplinen zu verdeutlichen und sich diese rudimentär anzueignen.
    Dass man diese Fähigkeiten mit solchen Programmen einerseits von seiten der Hochschulen aktiv fördert, finde ich erfreulich. Andererseits gibt es zahlreiche Beispiele, die entgegengesetzte Richtung zu fördern: immer schneller ans Ziel des Studienabschlusses. Irgendwo zwischen Querdenken und Zielstrbeigkeit liegt wahrscheinlich das Optimum. Dafür sollte das Hochschulwesen die Rahmenbedingungen genauso stellen wie die Recruitingabteilungen der Konzerne. Diese stellen ja teilweise noch immer stur nach Fach ein, ohne zu beachten, dass unternehmerisches und sogar betriebswirtschaftliches Denken allein mit gesundenem Menschenverstand zu erreichen ist und immer noch auf der bewährten Kosten-Nutzen-Rechnung funktioniert.

  2. Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu. Doch der Wandel ist weiter als Sie denken: Vergleicht man die Voraussetzungen von heute mit denen von vor 10 oder sogar 20 Jahren hat in Deutschland eine stille Revolution stattgefunden. Die QUERdenker werden nicht mehr als eine Art “Sättigungsbeilage” gesehen (um mal einen Vergleich aus der Kulinarik zu bringen), sondern sie werden als vollwertiger – wenn auch noch nicht gleichwertiger – Nachwuchs für die Wirtschaft gesehen. Die neuen Sturkturen an den Hochschulen liefern erst verzögert und nur langsam Ergebnisse, sprich qualfizierte und betriebswirtschaftlich interessante Absolventen.

    Wie heißt es so schön: Gut Ding will Weile haben!”

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