Vom Studium fundamentale zum guten Manager?

Wahre Sätze

Hochschulen müssen in der Ausbildung verdeutlichen, dass man sich moralisch zu verantworten hat. Es greift aber zu kurz, nur einen Ethikkurs anzukoppeln. Werteerziehung funktioniert am besten im Rahmen einer breiten Ausbildung – auch mit einem gewissen Zwang, in andere Wissenschaftsbereiche hinein zu schauen, etwa über ein Studium fundamentale.

Burkhard Schwenker im Handelsblatt-Interview vom 11. April 2008

Unis können Philosophie und Ethik lehren. Aber sie erreichen damit nicht die 100 bis 200 Manager, die aus der Reihe tanzen. Die überwältigende Mehrheit verhält sich verantwortungsvoll, insbesondere die Eigentümer.

Kurt Biedenkopf im selben Interview

Kommentare

  1. Für mich hängen Aspekte des Beitrags “Sprich Deutsch mit mir!” eng mit den Gedanken zur moralischen Verantwortlichkeit zusammen. Wie soll jemand, der nie die angemessene Sprache vermittelt bekam, mit der man über Moralität sprechen und insbesondere nachdenken kann, ein gestärktes Verantwortungsbewusstsein entwickeln? Um die Möglichkeiten dieser etwas anderen Sprache aufzuzeigen, eignet sich sicherlich ein Studium, dass den Blick in andere Wissenschaftsbereiche öffnet.

  2. Ein sehr guter Punkt, der auch vielen nicht so bewusst ist. Vielfach herrscht aus Zeitgründen einfach auch die Meinung: Die “Message” muss ankommen, da muss man es gerade mit der deutschen Sprache nicht so genau nehmen! Dass Beides untrennbar miteinander verbunden ist und eines von beidem nicht einfach auf Knopfdruck “zugeschaltet” oder “ausgeschaltet” werden kann, ist jedem Geisteswissenschaftler klar. Diejenigen, die das Gespür dafür nicht haben, sollten in der Tat Ihren Blick über den Tellerrand werfen – für sich selber als Sender und die Anderen als Empfänger der Nachricht.

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