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Ein Kompass für den optimalen Berufseinstieg 17. Mai 2007

Veröffentlicht von Frank Walzel in : Pressespiegel , einen kommentar schreiben

Als eine Kollegin mit der Bitte auf mich zukam, eines ihrer Bücher auf Amazon zu rezensieren, habe ich ein wenig geschluckt. Was wenn es mir nicht gefällt und ich ihr ein mittelmäßige Kritik schreiben müsste? Sie bat mich ausdrücklich darum, ehrlich zu sein. Meine Bedenken waren unbegründet: Nachdem ich die ersten Seiten des Buchs “Der optimale Berufseinstieg - Perspektiven für Geisteswissenschaftler” von Simone Janson gelesen hatte, überlegte ich angestrengt, was es an dem Buch zu kritisieren gäbe. Viel war es in der Tag nicht.

Eines fehlte mir an Ihrem Ratgeber dann doch: Ein eigenes Kapitel, das ein wenig in die Zukunft schaut und zeigt, dass es “Exoten” auch in der Wirtschaft zu etwas bringen können. Der Rest hat mich mehr als positiv überrascht. Frau Janson hat alles gesagt, was es zum Thema zu sagen gibt und das auf eine schlichte aber hoch informative Art.

Was aber war nun mit der Amazon-Rezension? Nun, sie schrieb sich fast von alleine:

Jeder Ratgeber muss letztendlich einen Zweck erfüllen: Er sollte die Fragen des Lesers beantworten, die er an das Buch stellt. In diesem Fall: Hilft dieses Buch geisteswissenschaftlichen Studenten und Absolventen bei der Jobsuche? Frau Janson begnügt sich hier nicht mit einfachen Antworten, die sich in jeder Arbeitsamtbroschüre finden. Sie gibt den Lesern (und auch mir) etwas viel Wichtigeres auf den Weg, nämlich Ordnung, Struktur und (typisch für Geisteswissenschaftler) viele weitere Fragen. Man merkt, dass Frau Janson “vom Fach ist” und sich tief in die Materie eingearbeitet hat. Angenehm überrascht hat mich der klare und schnörkellose Schreibstil von Frau Janson. Stichwörter an den Seitenrändern helfen dabei, sich schnell zurecht zu finden.

Inhaltlich deckt der Ratgeber alle Themenfelder ab, die Geisteswissenschaftler beschäftigen. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass Frau Jansons Buch der beste Ratgeber auf dem Markt ist. Das Buch ist schnell durchgearbeitet. Bis man den umfangreichen Checklisten, Bücherempfehlungen und Linklisten nachgegangen ist, kann es schon ein paar Wochen dauern. Einen winzigen Punktabzug für dieses vollgepackte Büchlein gibt es nur aus einem Grund: Ein eigenständiges, leicht provokantes Kapitel zu Bewerbungen in der Wirtschaft hätte das Buch auf Jahre zum konkurrenzlosen Standardwerk machen können. Viele “Exoten” begreifen noch nicht Ihre Chancen in der Wirtschaft, da Ihnen der Mut fehlt. So ist Frau Jansons Buch der beste Kompass für alle arbeitsuchenden Geisteswissenschaftler - und Pflichtlektüre vom ersten Semester an!