CoCoMa-Kolumne: Wissen und Kommunikation im Aufsichtsrat 15. Mai 2006
Veröffentlicht von Frank Walzel in : CoCoMa-Kolumne , einen kommentar schreibenDurch Zufall stieß ich auf eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin (“Kommunikation und Wissen im Aufsichtsrat: Voraussetzungen und Kriterien guter Aufsichtsratsarbeit aus der Perspektive leitender Angestellter”) zur Qualität der Mitbestimmung durch Aufsichtsräte. Eine derartiges Paper habe ich dem WZB und der sozialwissenschafltichen Forschung gar nicht zugetraut. Nach näherem Hinsehen hat sich gezeigt, dass es diese Studie in einer Reihe mit weiteren Papers zu wirtschaftlichen Themen steht.
Die Kernthesen der Autoren Ulrich Jürgens (WZB) und Inge Lippert (Intercase Berlin) lassen sich in drei Punkten zusammenfassen:
- Mitbestimmung ist kein historisches Relikt, sondern nach wie vor ein wichtiges Element guter Corporate Governance in modernen Corporate-Governance-Systemen.
- Die Institutionen der Mitbestimmung müssen sich jedoch an neue Anforderungen der Globalisierung, Shareholder-Value-Orientierung, strategische Beratung etc. anpassen und entsprechend weiterentwickeln.
- Die Schlüsselrolle in diesem Anpassungsprozess spielen Fragen der Kommunikation und Kooperation und der Nutzung der Wissenspotenziale im Aufsichtsrat.
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