Die Geisteswissenschaften haben kein Problem - in der Theorie! 31. März 2006
Veröffentlicht von Frank Walzel in : GeistesWissenSchaft , einen kommentar schreibenObwohl ich hier auf UnternehmensGeist schon eine Lanze für die Geisteswissenschaften gebrochen habe, muss ich an dieser Stelle auf die Euphorie-Bremse treten. Der Grund dafür ist ein Interview aus der ZEIT vom 01.02.2006, in dem zwei Historiker zum Zustand der Geisteswissenschaften befragt werden. Fazit: In der Theorie ist alles super (das unterschreibe ich). Auch die Ausbildung der Studenten sei doch ganz akzeptabel (das wage ich zu bezweifeln). Von einer Krise der Geisteswissenschaften zu sprechen, sei übertrieben (dem kann ich zumindest bezüglich der Außenwirkung widersprechen). Um aber den Professoren Bredekamp und Herbert gegenüber gerecht zu sein, muss ich auch sagen, dass sie die nötigen Reformen erkennen und offen ansprechen.
»Es gibt keine Krise«
Wie geht es den deutschen Geisteswissenschaften? Blendend, sagen der Kunsthistoriker Horst Bredekamp und der Historiker Ulrich Herbert.
DIE ZEIT 01.02.2006 Nr.6
Die Kritik an den Geisteswissenschaften wächst. Im Exzellenzwettbewerb, der die besten Universitäten und Forschungsideen auszeichnen soll, sind die meisten geisteswissenschaftlichen Anträge bereits in der Vorauswahl gescheitert. Kulturwissenschaftler, Philosophen und Philologen klagen über Stellenstreichungen und das Wegbrechen ganzer Disziplinen. Mit Spannung wurden deshalb die Empfehlungen des Wissenschaftsrats zu den Geisteswissenschaften erwartet. Nun liegt die Expertise des höchsten Beratungsgremiums in Fragen der Forschung und Lehre vor – mit überraschendem Ergebnis.
DIE ZEIT: Die Krise der Geisteswissenschaften ist in aller Munde. Der Wissenschaftsrat jedoch sagt: Es geht ihnen so gut wie niemals zuvor. Ein Widerspruch?
Ulrich Herbert: Nein, denn es gibt keine Krise. Die Geisteswissenschaften sind stark in der Forschung und setzen international auf vielen Feldern Maßstäbe. Der wissenschaftliche Nachwuchs ist so gut ausgebildet, dass er an den besten Universitäten der Welt unterkommt. Und auch unsere Studenten haben langfristig gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Kurzum, diese larmoyante, kulturpessimistische Untergangsrhetorik geht an der Realität völlig vorbei.
Horst Bredekamp: Niemand kann die Augen vor der teils abstoßenden baulichen Substanz, der miserablen Ausstattung und der Überfüllung verschließen. Die Bedingungen, unter denen Dozenten zu lehren gezwungen werden und in denen die Studierenden einen Hauptteil ihres Lebens verbringen, haben teils zu einem spürbaren Verlust an Selbstachtung geführt.
ZEIT: Also doch Krise?
Bredekamp: Die Krise liegt eher in der Ausschließlichkeit ihrer Wahrnehmung. Viele Fächer wie die Altertumswissenschaften oder die Medienwissenschaft sind lebendig und populär wie kaum irgendwo. Vor kurzem wurde eine deutsche Dissertation von einem bekannten amerikanischen Medientheoretiker mit den Worten rezensiert: Anhand dieses Buches sieht man, dass die Diskussion in den USA um 30 Jahre hinterherhinkt.
ZEIT: Gilt die Erfolgsbilanz auch für die großen Fächer wie Germanistik oder Geschichte? Über die deutsche Philosophie etwa sagt der Philosoph Ernst Tugendhat, sie spiele international keine Rolle mehr.
Herbert: Für die Philosophie oder Germanistik kann ich das schwer beurteilen. Die Geschichtswissenschaft jedoch steht sehr gut da. Dass Deutschland sich in einem lang andauernden und schwierigen Prozess mit der NS-Zeit auseinander gesetzt hat, verdankt es nicht zuletzt den Historikern. Das ist keine kleine Leistung.
ZEIT: Große Debatten aber haben unsere Forscher selten angestoßen. Ob die Goldhagen- oder die Wehrmachtsdebatte, die Diskussion um die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg oder die Vertreibungen – stets haben unsere Universitätshistoriker nur reagiert.
Herbert: Nein, in den von Ihnen genannten Fällen haben die Autoren ja vor allem die umfänglichen Forschungen der professionellen Historiker aufgenommen, zugespitzt und dadurch Debatten angestoßen. Entscheidend für die Lebendigkeit einer Wissenschaft ist, ob sie diese Fragen aufnimmt und weiterführt. Daran hat es ja wahrlich nicht gemangelt.
Bredekamp: Die großen kulturellen Grundbewegungen sind von den Geisteswissenschaften gewittert und reflektiert worden: so etwa der »Abschied von den Utopien« oder die frühe Wahrnehmung und Historisierung der Medienmacht. In den Diskussionen um die Kybernetik, die künstliche Intelligenz oder die Willensfreiheit haben Geisteswissenschaften, insbesondere die Philosophie und Theologie, eine prägende Rolle gespielt. Dass derartige Impulse trotz unvergleichlicher Lehrbelastungen und unsäglicher Bedingungen geleistet wurden, grenzt an ein Mirakel.
ZEIT: Wo zeigen sich diese Impulse konkret?
Bredekamp: Im Ausstellungswesen, das neben den klassischen Themen andauernd aktuelle Fragen aufnimmt und verschärft; von den Kunstmuseen über die historischen Museen bis etwa zum Hygiene-Museum Dresden. Die Menschen gehen freiwillig in die Museen, die so überfüllt sind wie nie zuvor. Wo gibt es vergleichbare Anregungen?
ZEIT: Wenn in der Forschung alles zum Besten steht: Woher rühren dann die Untergangsklagen?
Herbert: Es gibt in Politik und Öffentlichkeit wie auch in den Universitäten eine Enttäuschung darüber, dass die Geisteswissenschaften ihren rund 100 Jahre lang währenden Sonderstatus verloren haben. Seit der Jahrhundertwende bis in die fünfziger Jahre hinein sollten sie das »eigentliche«, das kulturelle Deutschland gegen die Moderne verteidigen. In den sechziger und siebziger Jahren waren sie dann als Demokratisierungswissenschaften gefragt und erhielten dadurch eine Bedeutung, die weit über ihre wissenschaftlichen Leistungen hinaus reichte. Diese quasipriesterliche Rolle, die in den NS-Debatten noch einmal aufklang, haben sie verloren. Wir sind Wissenschaftler wie andere auch, keine nationalen Legitimationsinstanzen.
ZEIT: Das mäßige Abschneiden in der Exzellenzinitiative erklärt dies kaum.
Herbert: Die Exzellenzinitiative ist nicht der Ort, an dem diese Stärken sichtbar werden. Bei den so genannten Exzellenzclustern zum Beispiel werden große Forschungsverbünde ausgezeichnet, die für viele unserer Disziplinen einfach zu groß sind. Unsere Forschungsprojekte sind in der Regel kleinteiliger, individueller und vor allem weniger arbeitsteilig organisiert. In der Exzellenzinitiative werden bis zu sieben Millionen Euro jährlich für ein Projekt verteilt. Die meisten Philosophen oder Sprachwissenschaftler können so viel Geld nicht auf vernünftige Weise ausgeben. ZEIT: Ist die Kritik nicht auch selbst verschuldet, weil keine Mechanismen der Qualitätskontrolle entwickelt wurden? Drittmittel werden nur bedingt als Gütekriterium anerkannt. Eigene, durch so genanntes Peer-Review begutachtete Fachzeitschriften gibt es nicht.
Bredekamp: Da ist etwas dran. Andererseits hat das Gutachterwesen seine Tücken. So produziert es in den Naturwissenschaften geradezu Skandale beklemmenden Ausmaßes; der jüngste Fall aus Korea war symptomatisch. Zudem hat das Peer-System etwas Innovationsfeindliches. Nach dem Motto: Ich bin zwar für neue Ideen, aber von dieser habe ich noch nie gehört.
Herbert: Die Geisteswissenschaften können nicht einfach sagen, unsere Leistungen seien hier auf Erden nicht gerecht zu bemessen. Die verschiedenen Disziplinen werden nicht drumherum kommen, sich zum Beispiel stärker auf einige Kernzeitschriften zu konzentrieren und deren Beiträge einem harten Peer-Review zu unterziehen. Andere Länder wie Großbritannien oder die Niederlande schaffen dies auch, mit guten Erfolgen.
ZEIT: Geisteswissenschaftler klagen darüber, dass gerade kleinen Fächern Gefahr drohe. Sehen Sie darin eine Abwertung der Disziplinen?
Bredekamp: Durchaus. Wir beobachten, dass etwa in der Wissenschaftsgeschichte, der Rechtsgeschichte oder in kleineren Philologien Professuren gestrichen werden. Wenn dies in mehreren Bundesländern geschieht, verschwinden unbemerkt die Aktivitäten ganzer Generationen.
Herbert: In manchen Fächern droht mit der Schließung eines einzigen Lehrstuhls die Vernichtung einer ganzen Wissenskultur. Das muss man verhindern, und sei es durch eine Art von Bundesländer übergreifendem Frühwarnsystem.
ZEIT: Sollte man für solche Fächer nicht lieber nationale Forschungszentren einrichten?
Herbert: In manchen Fällen mag das sinnvoll sein. In der Regel aber brauchen die »kleinen« Fächer – die ja zum Teil riesige Wissensgebiete repräsentieren, denken Sie nur an die Asienforschung – die Einbindung in die Nachbardisziplinen. Eine Professur für Provinzialrömische Archäologie ist auf den engen Kontakt zur Alten Geschichte oder zur Klassischen Philologie dringend angewiesen.
ZEIT: Noch einmal zurück zur Exzellenzinitiative: Wenn sie nicht das rechte Förderinstrument für die Geisteswissenschaften ist, was brauchen sie dann?
Herbert: Zeit und Ruhe. Es ist absurd, dass ausgerechnet Professoren kaum noch forschen können, weil sie unentwegt mit anderem beschäftigt sind – mit Verwaltungsarbeit, dem Schreiben von Gutachten und Anträgen, und mit immer steigenden Studentenzahlen. Deshalb schlagen wir vor, besonders guten Professoren die Chance zu geben, sich für zwei, drei Jahre allein auf ihre Forschung zu konzentrieren.
ZEIT: Eine Art verlängertes Freisemester?
Herbert: Nein, denn das dient heute oft dazu, liegen gebliebene Hausarbeiten des vergangenen Semesters zu korrigieren. Der Wissenschaftsrat empfiehlt vielmehr, Forschungskollegs nach dem Vorbild der so genannten Institutes of Advanced Studies an den Universitäten einzurichten. Hier sollen Professoren gemeinsam mit Nachwuchswissenschaftlern und hochkarätigen auswärtigen Gastwissenschaftlern forschen und Zeit haben, ihre Bücher zu schreiben.
ZEIT: Die Lehre scheint ja das Hauptproblem zu sein. Man könnte den Eindruck haben, sie sei nicht die Lieblingsbeschäftigung des Professors.
Bredekamp: Im Gegenteil. Seit 800 Jahren gibt es kein besseres Forschungsmodell als die Verbindung mit der Lehre. Daraus erwächst der Zwang, komplexe Ergebnisse auf das Niveau eines Erstsemesters herunterzubrechen und sie grundsätzlich zu befragen. Die Rede von der mangelnden Lehrwilligkeit ist im Übrigen der blanke Hohn. Unsere Lehrverantwortung dürfte weltweit ohne Beispiel sein. Es gilt die Faustregel: Die Zahl der Studenten, die etwa ein amerikanischer Professor insgesamt zu betreuen hat, gleicht der Zahl der Doktoranden eines deutschen Kollegen.
Herbert: Die Geisteswissenschaften haben heute im Vergleich zum Jahr 1999 fast 40 Prozent mehr Studenten zu unterrichten, ohne dass sich die Zahl der Professoren erhöht hätte. Wir haben ein Verhältnis von 94 Studenten pro Hochschullehrer, der Durchschnitt an der Universität liegt bei 59. Die Ausweitung der Studierendenzahlen in den letzten Jahren geschah vorwiegend auf dem Rücken der Geisteswissenschaften. Das führt zur Verschlechterung der Berufsaussichten der Studierenden und zur Verwahrlosung der Lehre.
ZEIT: Was heißt das?
Bredekamp: Die Universität ist ein zum Zerreißen gespannter Expander. Das eine Ende beschweren Studenten, die lediglich geduldet werden, um die Statistik der Jugendarbeitslosigkeit zu beschönigen, oder auch Dozenten, die keine Scham empfinden, wenn in ihren Vorlesungen gegessen und telefoniert wird. Am anderen Ende ziehen Dozenten und vor allem Studenten, die zum Besten gehören dürften, was seit langer Zeit die Universität bevölkert hat.
Herbert: Es ist paradox. Wir haben einerseits Studierende, die kaum ein Buch zu lesen vermögen. Auf der anderen Seite eine breite Leistungsspitze, die so gut ist wie niemals zuvor. Unsere Doktoranden sind in Harvard oder Oxford außerordentlich erfolgreich. Die bessere Hälfte der Studierenden schreibt heute Examensarbeiten auf dem Niveau der Doktorarbeiten der siebziger Jahre. Solche Leute finden überall einen Job.
ZEIT: Was man nicht von allen Absolventen sagen kann.
Herbert: Das stimmt. Die Arbeitslosigkeit bei Geisteswissenschaftlern ist mit 6,6 Prozent ungefähr um die Hälfte höher als in den anderen Fächern – aber immer noch wesentlich niedriger als bei allen Nichtakademikern. Außerdem haben sich Geisteswissenschaftler in den vergangenen 20 Jahren immer neue Berufsfelder erobert. Heute arbeiten unsere Absolventen als Berater bei McKinsey, als Journalist bei der ZEIT oder als Kurator im Museum.
ZEIT: Trotz oder wegen des Studiums?
Bredekamp: Wieso trotz?
ZEIT: Viele klagen, dass sie im Studium kaum etwas für ihren Beruf gelernt haben.
Bredekamp: Ihre Fragen vereinen alle bekannten Vorurteile. Wir betreiben keine unmittelbare Berufsausbildung, sondern bilden, lehren, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu sehen, schnell, aber auch langfristig und zäh zu forschen. Es gibt keine bessere Berufsausbildung als eine gewisse Distanz zu den täglichen Anforderungen des Berufes.
ZEIT: Aber, dass die Studenten lernen, wie man redet oder schreibt, darf man doch erwarten?
Herbert: Wer vor dem Studium nicht weiß, wie man ein Buch liest, wird das in der Uni nur schwer lernen.
Bredekamp: Es wird gesagt, dass an deutschen Universitäten verschroben geschrieben wird. Aber das Feuilleton hat niemals eine Phase gehabt, in der Dozenten vergleichbar präsent waren. Selbst Literaturprofessoren können seit geraumer Zeit glänzend schreiben. Schließlich sind Verlage wie Beck, Suhrkamp oder Fink zu nennen: Dort publizieren Geisteswissenschaftler in einer Breite und Qualität, für die es in anderen Sprachen kaum Vergleiche geben dürfte.
Herbert: Andererseits kennen wir alle Seminare, in denen über anderthalb Stunden langweilige Referate vorgelesen werden, der Herr Seminarleiter gibt einen kurzen Kommentar und Ende der Sitzung.
ZEIT: Und jede Universität duldet das.
Herbert: Es gibt in der Lehre einen gewaltigen Reformbedarf. Man kann 35 Prozent eines Jahrgangs, die heute an den Unis sind, nicht unterrichten wie weiland fünf Prozent. Dieser Gedanke setzt sich an den Universitäten nur sehr langsam durch, und es gibt Kollegen, die halten sich schon für bedeutende Wissenschaftler, weil sie die Lehre als nachrangig ansehen.
ZEIT: Logisch wäre es dann, dass gerade die Geisteswissenschaftler die neuen Studiengänge Bachelor und Master begeistert annehmen. Das aber passiert nicht?
Herbert: Das täuscht, da ist derzeit viel in Bewegung. Bachelor und Master bieten große Chancen. Sie zwingen die Universitäten, das Studium so zu strukturieren, dass sie zu Beginn stärker die Grundlagen ihrer Fächer betonen, durchaus in einer verschulteren Form als früher. Die Vertiefung erfolgt dann anschließend in der Master-Phase. Doch ich sehe auch Gefahren: So wie das freie, forschend-entdeckende Lernen viele schwächere Studenten überfordert hat, müssen wir nun aufpassen, dass wir die Neugier und den Leistungswillen gerade der Studienanfänger nicht unterdrücken.
Bredekamp: Das forschende Lernen war die Stärke der deutschen Universität. Gerade ausländische Studenten, die an Frontalunterricht gewöhnt sind, zeigen sich hingerissen von der Intensität der Diskussionen und der Beteiligung der Studierenden. Andererseits fordern Studenten seit langem ein stärker strukturiertes Studium. Meine anarchisch-humanistische Überzeugung rebelliert, aber man muss diesen Spagat versuchen. Der erheblich gestiegene Aufwand erfordert allerdings eine bessere Ausstattung. Wird diese nicht gegeben, ist die Umstellung auf Bachelor und Master eine Totgeburt.
ZEIT: Das Ziel der Umstellung auf Bachelor und Master ist es doch, die Betreuung zu intensivieren.
Herbert: Das ist Theorie. In der Praxis werden die Betreuungsrelationen hochgefahren. Auf diese Weise wird der Bachelor scheitern. Ich bin für den weiteren Ausbau der Hochschulen. Aber Studenten, die so ausgebildet werden, braucht niemand.
Die Fragen stellte Martin Spiewak
Horst Bredekamp lehrt Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität. Seine Forschungsschwerpunkte sind das Verhältnis von Kunst und Technik sowie die neuen Medien. Für seine Arbeit hat der 58-jährige viele Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Aby M. Warburg Preis. Bredekamp gehörte der Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrats an, die die aktuellen Empfehlungen zu den Geisteswissenschaften verfasst hat.
Ulrich Herbert leitete die Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrats zur Zukunft der Geisteswissenschaften. Der Zeithistoriker lehrt und forscht an der Universität Freiburg. Er hat zahlreiche Publikationen zur Geschichte der Fremdarbeiter und zu der Zeit des Nationalsozialismus verfasst. 1999 wurde der heute 54-jährige Wissenschaftler mit dem Leibniz-Preis der deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.
—–