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Aktuelles Uni-Ranking der Wirtschaftswoche: Was Geistes- und Sozialwissenschaftler daraus lernen können 23. März 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : Pressespiegel , einen kommentar schreiben

Das neue Uni-Ranking der Wirtschaftswoche 2006 zeigt eigentlich nichts, was wir nicht auch schon Rankings zuvor erfahren haben: Uni A steigt auf, Uni B fällt zurück und sieh’ einer an Exoten-Uni C ist neu dabei. Wenn der aufmerksame Geistes- und Sozialwissenschaftler zwischen den Zeilen und dazu noch die Analyse des hauseigenen Weblogs Jo’s Welt liest, wird klar, dass es um uns “Exoten” relativ gesehen nicht so schlecht aussieht. Warum das? Verglichen mit Absolventen staatlicher Unis fehle den viel gerühmten Studenten der Privathochschulen die nötige Eigeninitiative. Welch’ Neuheit! Wer in ein strammes achtsemestriges Schulkorsett eingschnürt ist, kann wohl kaum die Freiheit von Forschung und Lehre erfahren. Hier die interessanten Zeilen aus Jo’s Welt:

Mangel Nummer zwei: Die frisch gebackenen Kaufleute von der ebs oder WHU bringen nach Ansicht vieler Personaler zwar die nötige Internationalität und eine beachtliche Liste absolvierter Praktika mit. Ihnen fehlt es jedoch häufig an Eigeninitiative. Fast ein Drittel der Befragten moniert, dass die Privatstudenten zu sehr gepampert werden. Ihr Studium ist weitestgehend vororganisiert, das fordert sie in einer sich immer schneller verändernden Welt nicht genügend – und macht sie weniger attraktiv. An den Massenunis seien die Absolventen weniger stromlinienförmig, dafür herrsche dort eine Art natürliche Auslese: nur die Besten kommen durch. Wie beim Ranking.
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