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Was Unternehmen bei Weblogs beachten sollten 16. März 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : Corporate Communication , einen kommentar schreiben

Wenn in den Medien der Begriff “Web 2.0″ fällt, werden an erster Stelle Weblogs genannt. Da ihre Zahl in den letzten Monaten rasant anstieg und keine Ende in Sicht ist, fragen sich Unternehmen und ihre Entscheider (zurecht), wie diese neue Kommunikationsform im Internet einzuschätzen ist. Einen sehr allgemein gehaltenen Artikel lieferte nun das PR-Magazin in der Dezember-Ausgabe. Unter dem Titel Blogify-or-Die (pdf, 711 KB) führen die Autoren Winfried Ebner, Michael Baumann und Helmut Krcmar Nicht-Blogger in die Materie ein und versuchen eine Aussage über die Zukunft des Mediums zu machen.

Hier ihre Schlussfolgerungen:

Aus der Grundlagenbetrachtung und der Analyse von Weblogs aus technischer, ökonomischer und sozialer Sicht lassen sich folgende thesenhafte Schlussfolgerungen ziehen:

  • Weblogs können als eine Art erweiterte Öffentlichkeit
    dienen, deren Monitoring sinnvoll ist. Allerdings ist die Reichweite von Weblogs geringer als die des Internets und der klassischen
    Massenmedien. Die Anzahl der Weblogs, die als Motor von Veränderung fungieren, ist marginal.
  • Die begrenzte Zeitökonomie von Autor und Leser wiegen oft mehr als der Reputationsgewinn des Autors. Viele Blogs werden daher nicht weitergeführt. Zudem besteht für den Leser die Gefahr, in der Meinungsflut der Blogs zu versinken.
  • „My blog, my opinion – take it or leave it.“ Ein Weblog ist immer persönliche Meinung oder Erfahrung. Aus Sicht eines betroffenen Unternehmens ist keine Reaktion auch eine mögliche Option der Kommunikation.
  • Eine strategisch geplante Kommunikation mit Kontrolle über die Inhalte der Kommunikation ist auf Grund der Eigenschaften von Weblogs nicht möglich. Weblogger vertrauen Webloggern und nicht potemkinschen PR-Dörfern.
  • Weblogs werden die Geschäftswelt nicht revolutionieren, wohl aber die Wahrnehmungswelt der Wirtschaft beeinflussen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Weblog als Instrument im Mix der Unternehmenskommunikation etabliert.


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