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Berlin, Berlin, wir machen’s wie Berlin! 30. Januar 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : Studentischer Geist , 1 kommentar bisher

Unsere Hauptstadt mag zwar von vielen als “Politikmetropole” abgekanzelt werden, als Nährboden für hervorragende studentische Initiativen läuft sie aber jeder anderen Stadt den Rang ab. Was auf UnternehmensGeist stets gefordert wird, setzten Berliner Geisteswissenschaftler in die Tat um: Sie gründeten mit Career Service Network ein Netzwerk für Geistes- und Sozialwissenschaftler, die ihre Zukunft in der Wirtschaft sehen. Dabei belassen es die Organisatoren nicht nur beim Reden, sondern sie bereiten den geistes- und sozialwissenschaftlichen Nachwuchs mit verschiedenen Seminaren auf die Praxis vor. Chapeau!

Bleibt zu hoffen, dass sich bald regionale Ableger an den meisten Universitäten im Land bilden und der “CSN-Spirit” das ganze Land erreicht! Weil es so schön ist, hier noch ein Artikel aus der ZEIT aus dem Jahr 2001 wie es damals anfing:

Ein Netz für Kopfarbeiter

Viele Geistes- und Sozialwissenschaftler fürchten den Berufseinstieg. Berliner Studenten haben einen Verein gegründet, um ihren Kommilitonen zu helfen

Max Rauner

Die Referate im Grundkurs Psychologie sind eine Pflichtübung. Doch als Marcus Dreyer seinen Vortrag beendet hatte, war die Dozentin begeistert: Dreyer hatte seine Folien mit dem Laptop gestaltet. “Noch Wochen später lobte sie das Referat”, wundert sich der 29-Jährige, der unlängst sein Soziologiestudium an der Freien Universität Berlin abgeschlossen hat. Eigentlich sollten Präsentationstechniken zum Standardrepertoire der Universitätsausbildung gehören, gerade in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Doch die meisten Studenten projizieren dicht beschriebene Folien auf die Leinwand und reden gegen die Tafel. Und die Professoren geben kein Feedback. “Aus der akademischen Krone würde kein Zacken brechen”, sagt Dreyer, “wenn die Fachbereiche zum Beispiel den Umgang mit verschiedenen Medien schulen würden.” Auch Angebote wie Verhandlungstechnik und Kommunikationstraining sucht man in vielen Lehrplänen vergebens. Pech für die Studierenden, denn diese so genannten Soft Skills sind in der Wirtschaft gefragter denn je.

Mit seinen Kommilitonen Tim Görts, 25, und Sven Nagel, 30, hat Dreyer vor einem Jahr einen gemeinnützigen Verein gegründet, der Geistes- und Sozialwissenschaftler auf den Berufseinstieg vorbereiten soll. Das Career Service Network, abgekürzt CSN, organisiert Bewerbungstrainings und Rhetorikkurse für Studenten sowie monatliche Veranstaltungen mit Referenten aus Industrie und Wirtschaft. Da schildern etwa ein Theologe, ein Philosoph und eine Romanistin ihren Arbeitsalltag bei McKinsey und anderen Unternehmensberatungen. Über die Internet-Branche berichteten eine Historikerin, ein Politikwissenschaftler und eine Psychologin aus IT-Unternehmen und einer Medienagentur. “Wir bevorzugen Geisteswissenschaftler als Referenten, weil die wissen, wie wir ticken”, sagt Görts. Das Interesse ist groß. Schon zur ersten Veranstaltung kamen 80 Studierende von der Freien, der Technischen und der Humboldt-Universität. Danach waren es jeden Monat 100 bis 150. Für Juni plant das CSN seine erste Podiumsdiskussion, Thema: “Was können Geisteswissenschaftler?”

Anfangs gingen die Gründungsmitglieder des Career Service Network Klinken putzen, um Sponsoren zu gewinnen. Über den Zuspruch waren sie selbst ein wenig überrascht. “Wir rannten offene Türen ein”, erinnert sich Nagel. Der Unternehmerverband Berlin-Brandenburg stellte kostenlos Räume zur Verfügung, der Zeitverlag bezuschusst seit einigen Monaten den Druck der Plakate, Bertelsmann sponsert die Homepage. An den Berliner Universitäten ist das CSN inzwischen ein Begriff. Professoren stehen auf dem Verteiler und hängen Einladungen aus, Career-Center der Universitäten (ZEIT Nr. 12/01) verweisen auf das Programm der Studenten, die Lokalpresse berichtet. Das aktive Team des CSN zählt inzwischen 30 Mitwirkende, insgesamt sind 80 Studenten und Absolventen als zahlende Mitglieder registriert. In der Vereinsarbeit sammeln die Mitglieder Praxiserfahrung und knüpfen Kontakte. Wer eine Veranstaltung organisiert, bekommt mitunter schon von einem der Referenten ein Jobangebot. “Unsere Vision ist ein großes Netzwerk aus Alumni und Studierenden”, sagt Tim Görts, “damit wir uns gegenseitig Jobs und Praktika vermitteln können.” Eines Tages auch über Berlin hinaus.

Nur jeder zehnte Absolvent landet in der Wissenschaft

In den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften sind solche Vereine längst etabliert. Für Wirtschaftswissenschaftler vermittelt die internationale Studentenvereinigung AIESEC Praktikumsplätze im In- und Ausland. In Deutschland ist sie an allen Hochschulen mit wirtschaftswissenschaftlicher Fakultät vertreten. Für Ingenieure und Naturwissenschaftler organisieren beispielsweise die Hochschulgruppen des Vereins Deutscher Ingenieure Kontaktbörsen und Recruitment-Tage. Allein für Geistes- und Sozialwissenschaftler gab es bislang nur wenig Vergleichbares. Das liegt zum Teil an den Studierenden selbst, vermutet Dieter Grühn, promovierter Soziologe und Leiter des Career-Service der Freien Universität Berlin: “Es gibt viele Studenten in den Geistes- und Sozialwissenschaften, denen ist die Wirtschaft nach wie vor suspekt.” Dabei kommen weniger als zehn Prozent der Absolventen in wissenschaftsnahen Berufen unter. Jeder Dritte geht in die Medienbranche, ein weiteres Drittel landet in den Personal- und Marketingabteilungen von Firmen wie Siemens und Schering.

Vor drei Jahren startete Grühn einen Modellversuch zur Berufsorientierung an der Freien Universität. Dreißig ausgewählte Studenten mit Hauptfächern wie Politik- und Filmwissenschaft, Germanistik und Soziologie besuchten neben ihren Standardvorlesungen gemeinsame Kurse in Personalmanagement, Ökonomie für Nichtökonomen und Marketing, nahmen an Wochenendworkshops teil und lernten Web-Design und Öffentlichkeitsarbeit. Das Zusatzstudium kostete rund 700 Mark. Gut investiertes Geld, finden die CSN-Gründer Dreyer, Görts und Nagel, für die das Programm eine Schlüsselerfahrung war. “Wir wollten die Teamerfahrung in unseren Verein hinüberretten”, sagt Nagel, “wir wollten weiter zusammenarbeiten und andere von unseren Erfahrungen profitieren lassen.”

Zurzeit stehen die engagierten Studenten jedoch vor einem Dilemma: Um die Arbeit des Vereins weiter zu professionalisieren, brauchten sie ein kleines Büro und eine studentische Hilfskraft. Nur so wäre sichergestellt, dass der Verein weiterlebt, wenn die Gründungsmitglieder einen festen Job haben und nur noch als Alumni aktiv sind. Die Hochschulen knüpfen eine solche Förderung an Bedingungen. So möchte etwa die Freie Universität im Vereinsnamen sichtbar werden. Die Studenten verstehen sich indes als universitätsübergreifende Organisation. Und so finden sie eine alte Lehre ihres Studiums aufs Neue bestätigt: In der Praxis kann man auf die Alma Mater nicht zählen.

Heißer Tipp für Geistes- und Sozialwissenschaftler! 29. Januar 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : Pressespiegel , einen kommentar schreiben

Das Telefonat mit einem UnternehmensGeist-Leser verhalf mir zu einer wirklich interessanten Adresse für GSWler, die in die Jobwelt drängen: dem Wissenschaftsladen Bonn e.V.. Neben seinen Aufgaben als Beratungsinstitut für die Themen Umwelt, Gesundheit, Bürgergesellschaft und Nachhaltigkeit informiert WilaBonn auch über den Arbeitsmarkt und die dafür notwendigen Qualifizierungen. Zu empfehlen ist dabei der wöchentliche Informationsdienst “arbeitsmarkt Bildung Kultur Sozialwesen”, der fachspezifische Themen aufgreift und zusätzlich noch einen Stellenteil bietet.

Um sich die Kosten für das Abonnement zu sparen, könnte man wohl die Ausgaben in Bibliotheken und manchen Büchereien einsehen. Wie es allerdings solche Einrichtungen schaffen unbemerkt zu bleiben, ist und bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht schafft es dieser Beitrag, diesem “Geheimtipp” zu ein wenig Bekanntheit zu verschaffen?!
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Die Denker und die Wirtschaft 28. Januar 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : Pressespiegel , einen kommentar schreiben

Sie sind für viele der Inbegriff des Geisteswissenschaftlers: Philosophie-Studenten. Was aber auch viele nicht wissen: Das Studium trainiert viele “Skills”, die in der “harten” Wirtschaft gerne gesehen sind. Dass diese Erkenntnis auch in der breiten Allgemeinheit anzukommen scheint, zeigt ein Artikel aus dem “Geisteswissenschaftler auf Jobsuche”. Jetzt muss es nur noch jemand den Studenten sagen!

“Philosophie ist keine Ego-Therapie”
von Joelle Verreet

Der Philosophiestudent als unausweichlicher Fall für Hartz IV - dummes Gerücht oder bittere Wahrheit? Professoren beteuern: Ihre Absolventen haben auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen. Denn sie sind kreativ und stehen mit beiden Beinen auf dem Boden.

Der Philosophiestudent stellt Fragen an die Welt, muss sich aber vor allem selbst Fragen gefallen lassen: Wie weltfremd ist er eigentlich - und was bringt das Studium für einen späteren Beruf? Denn der fertige Philosoph steht auf dem Arbeitsmarkt nicht selten vor verschlossenen Türen.

Absolventen des Philosophiestudiums stehen vor dem selben Problem wie die meisten Geisteswissenschaftler: Sie scheinen auf den ersten Blick für keinen anderen Beruf ausgebildet zu sein als für die Lehre an Hochschulen und Schulen. “Philosophie ist kein Fach wie Jura oder Medizin, das einem fest umrissenen Berufsfeld zugeordnet ist”, sagt Eckhard Homann vom philosophischen Institut der Universität Hannover.

Trotzdem ist die Warnung, die Philosophie sei eine “brotlose Kunst”, oft ein Missverständnis. “Manche Geisteswissenschaftler finden bereits einen Job, bevor sie den Abschluss erreicht haben”, so Jens Halfwassen vom Philosophischen Seminar der Uni Heidelberg.

Bernd Wagner hat in Düsseldorf Philosophie studiert und dann promoviert. Heute ist er Umweltreferent eines Versicherungsunternehmens. “Philosophie ist keine Seelenpflege oder Ego-Therapie”, sagt er. Auch der Mathematiker könne schließlich ein Eigenbrötler sein. “Vorurteile liegen nicht nur am allgemeinen Unverständnis, sondern auch am Philosophen selbst. Er muss eben bereit sein, sich auch mit der Praxis zu beschäftigen.”

“Die Füße in der Realität”

Der Philosophiestudent als unausweichlicher Fall für Hartz IV - also bloß ein Gerücht? Auch Dieter Birnbacher von der Universität Düsseldorf glaubt an die Vorzüge seiner Studenten. Der Philosophiestudent lerne vor allem formale Qualifikationen, die in den unterschiedlichsten Berufen eingesetzt werden können, sagt er. Dazu gehöre neben dem strukturierten Denken das Argumentieren, die Kritikfähigkeit und Kreativität.

Da er Ahnung von formalen Systemen habe, könne er nach einer zusätzlichen Ausbildung zum Beispiel in der Computerbranche arbeiten. Nicht zu unterschätzen sei der spezielle Bonus des Philosophen: “Er hat seine Füße in der Realität, denn er hat sämtliche Gegenwartsfragen von der Medizin- oder Medienethik bis zur Politik behandelt”, so Birnbacher.

“Dem Philosophiestudenten steht ein breites und flexibles Spektrum von Anwendungsmöglichkeiten offen”, meint auch Halfwassen. Seine Möglichkeiten reichen vom Verlagswesen über die Medienarbeit bis zur Tourismus- oder Werbebranche. Nicht selten folgen dem Philosophiestudium auch Jobs in der Wirtschaft, etwa im Personalwesen, in der Verwaltung oder in einer Unternehmensberatung.

Um sich für die “fachfremden” Berufe das erforderliche Handwerk anzueignen, muss man sich aber schon früh durch Praktika ein zweites Standbein aufbauen. Außerdem ist es sinnvoll, neben Philosophie weitere praxisnahe Fächer zu studieren.

Nur zehn Prozent schließen ihr Studium ab

Traditionell wählen Philosophiestudenten ein Hauptfach und zwei Nebenfächer und schließen mit Magister ab. Aber gerade im Magisterstudium Philosophie sind Langzeitstudenten nicht selten. Die Studiendauer liegt im Schnitt bei mehr als 13 Semestern, das Durchschnittsalter der Absolventen bei 31 Jahren, sagt Michael Weegen vom Informationssystem Studienwahl und Arbeitsmarkt (ISA) der Universität Essen.

Demgegenüber biete der Bachelor einige Vorteile. Das vor drei Jahren an der Uni Düsseldorf eingeführte Bachelorstudium ist auf sechs Semester begrenzt, die Studienorganisation straffer. “Der Bachelor ist praxisorientierter”, sagt Birnbacher. Anschließend ist ein Masterstudium möglich.

Mit dem Bachelor sei auch die hohe Zahl der Studienabbrecher in Philosophie zurückgegangen, so Birnbacher. Denn generell ist die Zahl der Absolventen im Verhältnis zu den Studienanfängern sehr gering: 2003 haben an deutschen Universitäten nur 500 Studenten in Philosophie ihren Abschluss gemacht - Lehramtsstudenten nicht mitgezählt. Die Rate der Abschlüsse liegt bundesweit bei maximal zehn Prozent.

“Philosophie ist ein schwieriges Studium, das man nicht unterschätzen soll”, meint Michael Weegen. Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium seien Neugier und Hartnäckigkeit. Eine Erfolgsprognose kann man rechtzeitig stellen: Gute Schulnoten in Mathematik weisen auf Kompetenz in Logik, in Deutsch auf gute Sprachfähigkeiten hin, sagt Birnbacher. Bringt der Student im Studium gute Leistungen, schließt er häufig mit einem Doktortitel ab: Immerhin hat laut einer ISA-Studie aus dem Jahr 2003 knapp die Hälfte aller Absolventen in Philosophie promoviert.
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Beratungsangebot an alle wirtschaftsinteressierten “Exoten” 26. Januar 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : Grundsatz-Artikel , einen kommentar schreiben

Die Arbeit an dem Knowledge-Weblog UnternehmensGeist bringt es mit sich, dass ich eine Menge an Informationen über das Verhältnis von Geistes- und Sozialwissenschaften und der Wirtschaft gelesen und gehört habe. Dieses Wissen, von dem ich wahrlich nicht alles in Beiträgen oder Kommentaren unterbringen konnte, würde ich sehr gerne in einer persönlichen Form an alle Interessierten weitergeben. Angeregt durch ein ähnliches Angebot des Coachs Marcel Widmer im JobBlog biete ich auf Anfrage gerne eine Beratung. Hierzu bitte ich folgendes zu beachten:

Diese Anmerkungen sollen Euch aber nicht vom Schreiben abhalten; vielmehr sind sie gedacht als kleines Regelwerk, um jedem von Euch auf UnternehmensGeist hilfreiche Informationen und Erfahrungen bieten zu können.

Ich freue mich auf Eure Fragen und Beiträge!
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Die Hitliste der Management-Gurus 22. Januar 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : Management , einen kommentar schreiben

Die Vorliebe für “Hitlisten” förderte in angelsächsischen Ländern schon des öfteren die absurdesten Informationen ans Licht der Öffentlichkeit. Im alten Jahr stieß ich jedoch auf eine überaus interessante Rangliste in der englischen Times. Gefragt nach dem einflussreichsten Management-Gurus antworten die meisten der 1.200 Personen aus der Wirtschaft und Forschung: Michael Porter von der Universität Harvard. Laut Times hätte es wohl zum dritten Mal in Folge Peter Drucker auf den Spitzenplatz geschafft, wäre er nicht Anfang November mit 95 Jahren gestorben.

Verantwortlich für die Umfrage “The Thinkers 50 2005 - Who is the most influential living management thinker?” ist Suntop Media in Zusammenarbeit mit der European Foundation for Management Development. Der Artikel stammt ursprünglich von meinem Business-Weblog CoCoMa.twoday.net.

In Klammern stehen die Vorjahresplatzierungen.

The top 50 business brains

1 Michael Porter (2) Harvard strategy specialist

2 Bill Gates (20) Founder of Microsoft

3 C. K. Prahalad (12) LBS strategy man

4 Tom Peters (3) Leadership consultant

5 Jack Welch (8) GE’s ex-CEO and celebrity

6 Jim Collins (10) Author of Good to Great

7 Philip Kotler (6) Kellogg’s marketing guru

8 Henry Mintzberg (7) Promotes Managers not MBAs

9 Kjell Nordstrom & Jonas Ridderstrale (21) Funky Business exponents

10 Charles Handy (5) British portfolio worker

11 Richard Branson (34) Entrepreneur and Virgin flyer

12 Scott Adams (27) creator of Dilbert

13 Thomas Stewart (37) Intellectual Capital author

14 Gary Hamel (4) Strategy consultant

15 Chan Kim & Renée Mauborgne (31) Blue Ocean Strategy duo

16 Kenichi Ohmae (19) Japanese strategy master

17 Patrick Dixon (46) Futurist and change guru

18 Stephen Covey (16) Knows The 7 Habits of Highly Effective People

19 Rosabeth Moss Kanter (9) Harvard’s change manager

20 Edward De Bono (35) Lateral thinker and author

21 Clayton Christensen (22) Harvard’s new-tech guru

22 Robert Kaplan & David Norton (15) Balanced scorecard creators

23 Peter Senge (14) Learning organisation inventor

24 Ram Charan (-) Coach to the CEOs

25 Fons Trompenaars (50) Intercultural management man

26 Russ Ackoff (-) Specialist of systems thinking

27 Warren Bennis (13) Humanist leadership guru

28 Chris Argyris (18) Action and learning guru

29 Michael Dell (33) Dell Computer’s founder

30 Vijay Govindarajan (-) Tuck’s strategy innovator

31 Malcolm Gladwell (-) Blink and Tipping Point guru

32 Manfred Kets De Vries (43) Psychoanalytic economist

33 Rakesh Khurana (-) Harvard labour market guru

34 Lynda Gratton (41) LBS people and strategy guru

35 Alan Greenspan (42) Head of US Federal Reserve

36 Edgar Schein (17) MIT organisational psychologist

37 Ricardo Semler (36) Radical CEO of Semco

38 Don Peppers (48) Customer relationship man

39 Paul Krugman (40) Economist and columnist

40 Jeff Bezos (39) Amazon’s main man

41 Andy Grove (26) One of the Intel founders

42 Daniel Goleman (29) Emotional intelligence inventor

43 Leif Edvinsson (-) Professor of intellectual capital

44 James Champy (25) Advocate of re-engineering

45 Rob Goffee & Gareth Jones (-) Authentic leaders

46 Naomi Klein (30) No Logo author

47 Geert Hofstede (47) Cultural expert

48 Larry Bossidy (-) Chair of Honeywell

49 Costas Markides (-) LBS strategy professor

50 Geoffrey Moore (38) Hi-tech marketing man
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“Power-Nap” im Hörsaal 21. Januar 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : Studentischer Geist , einen kommentar schreiben

Ein guter Manager soll einmal auf die Frage, welche Eigenschaft er an sich am meisten schätze, gesagt haben: “Ich kann an jedem Ort zu jeder Zeit eine Viertelstunde schlafen und so wieder neue Kraft tanken.” Heute würde man dazu sicher “Power-Nap” sagen.

Dies scheinen sich die Studenten auf einer privaten Homepage zum Vorbild genommen zu haben, worauf sie umgehend ein großangelegtes “Trainingslager” ins Leben riefen.

Schlafender-Student

Mehr “Trainingseinheiten” findet Ihr hier.

Den Link verdanke ich Jo’s Welt.
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Geisteswissenschaftliche Stärken auf den Punkt gebracht 20. Januar 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : GeistesWissenSchaft , einen kommentar schreiben

Sicher ließe sich aus allen Beiträgen, die bisher auf UnternehmensGeist.net erschienen, ein Stärke-Profil geistes- (und auch) sozialwissenschaftlicher Absolventen herausfiltern. Diese Arbeit nahm mir aber bereits die Ruhr-Universität Bochum ab. Das dortige Career Center setzt mit der Beratungsstelle KoBra wirklich Maßstäbe darin, wie sich der Übergang von Studium und Beruf gestalten lässt.

Hier also nun die kompakte Auflistung:

Was können AbsolventInnen eines geisteswissenschaftlichen Studiums?

In unterschiedlicher Akzentuierung je nach Studienfach verfügen die Studierenden über solide, in der Praxis nutzbare Kompetenzen auf den Gebieten

Darüber hinaus erwerben die Magister in der Regel folgende Schlüsselqualifikationen:

Wie begegnen sich Magister und Arbeitsmarkt?

Durch

Wie erlangen Geisteswissenschaftler Praxiserfahrung?

Mögliche Berufsfelder für Studierende der Geisteswissenschaften

Journalismus, Medien
Öffentlichkeitsarbeit, Präsentation
Public Relations - Abteilungen von Firmen und Verbänden
Personalmarketing und Personalmanagement
Werbung
Aus- und Weiterbildung, Erwachsenenbildung, betriebsinterne Fortbildung
Verlagswesen
Übersetzer
Managementtraining
Auslandsabteilungen großer Firmen
International tätige Behörden, Vereine, Verbände…
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Überall wo es um Kreativität, Organisation und Management geht 15. Januar 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : Pressespiegel , 3kommentare

… lautet die Antwort von Prof. Martha Meyer-Althoff von der Arbeitsstelle Studium und Beruf der Universität Hamburg auf die Frage, wo Geisteswissenschaftler in der Berufswelt eingesetzt werden können. Das Zitat und der nachfolgende Artikel ist der Rhein-Zeitung entnommen und kann eigentlich als kleine Revolution gelten. Hier wird zum ersten Mal von Geisteswissenschaftlern als eine Bereicherung gesprochen, die “die Monokultur der Betriebswirtschaft durchbrechen”. Die Lektüre des Artikels macht Appetit auf mehr!

Geisteswissenschaftler haben durchaus Chancen

Hannover - Insgesamt 13 Semester Germanistik und Psychologie sowie Seminarauswahl nach dem Lust-Prinzip: Christine Bock bedient ganz selbstbewusst das Klischee vom arbeitsmarktfernen Geisteswissenschaftler.

Auf den zweiten Blick stimmt es aber schon nicht mehr: „Ich habe immer schon nebenbei gearbeitet”, sagt sie. Jobs gab es unter anderem in der Werbung, dazu kamen Praktika im Goethe-Institut und beim Hörfunk. Heute berät Christine Bock in einer Werbeagentur unter anderem Einkaufszentren bei der Anzeigengestaltung und akquiriert Neukunden. Ihr Beispiel zeigt: Auch außerhalb ihrer Fächer haben Geisteswissenschaftler durchaus Jobchancen.

Sprach- und Kulturwissenschaftler wissen vom Anfang ihres Studiums an, dass ihnen kein Karriereweg vorgezeichnet ist. Manche verleitet die fehlende Perspektive aber dazu, den Kopf in den Sand zu stecken. „Es kommt nicht selten vor, dass Studenten kurz vor dem Examen weder wissen, was es alles an Berufsmöglichkeiten gibt, noch was sie machen möchten”, sagt Prof. Martha Meyer-Althoff von der Arbeitsstelle Studium und Beruf der Universität Hamburg, die seit 25 Jahren die Berufsorientierung von Geisteswissenschaftlern fördert. „Überall wo es um Kommunikation, Kreativität, Organisation und Management geht, da haben Geisteswissenschaftler gute Perspektiven”, lautet ihr Fazit.

Auch eine Untersuchung des Hochschul-Informations-Systems (HIS) in Hannover belegt, dass der Berufseinstieg der Geisteswissenschaftler besser verläuft als erwartet: Ein Jahr nach Ende des Magisterstudiums sind rund 55 Prozent der Absolventen regulär erwerbstätig. „Werkverträge und Überbrückungen wie Praktika nicht mitgerechnet”, sagt Kolja Briedis, Hochschulforscher beim HIS.

Im Vergleich zu den zuletzt befragten Jahrgängen 1997 und 1993 haben sich die jüngsten Ergebnisse um 15 beziehungsweise 25 Prozent verbessert. Der Schwerpunkt liegt weiterhin in den Medien: Journalismus, PR, Werbung, Buch- und Filmbranche sind die Haupt-Arbeitsfelder. Doch das Angebot wird immer breiter, sagt Martha Meyer-Althoff: „Die Berufe differenzieren sich aus. Es gibt Bezeichnungen wie Producer, die sich um Filmprojekte von der Idee bis zur Vorführung kümmern. Oder Berufe wie Literaturagent, die hier vor zehn Jahren nicht üblich waren.”

Auch im Vertrieb, Marketing oder Personalwesen sind Germanisten, Historiker oder Orientalisten durchaus gefragt: „Weil sie mit neuen Ideen die Monokultur der reinen Betriebswirtschaft durchbrechen”, betont HIS-Projektleiter Karl-Heinz Minks. Doch immer erst müssen sie sich in der Praxis bewähren, bevor sie in Konzernen wie Siemens landen können. „Das sind Sonderfälle, die sich im Gegensatz zu der klassischen Karriereplanung von Natur- und Wirtschaftswissenschaftler nicht verallgemeinern lassen”, erklärt Siemens-Sprecher Karlheinz Groebmair im München. Gefragt seien Allrounder, die etwa helfen, bedienungsfreundlichere Produkte zu entwickeln, oder Vertriebsleute, die den nicht technisch versierten Kunden auf Augenhöhe begegneten.

Karriere-Coach für Studenten? 12. Januar 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : Studentischer Geist , 5kommentare

Wir alle beobachten diese Entwicklung seit Jahren: Da wo die staatlichen Hochschulen aufgrund Personal- und Geldmangels ihre Serviceleistungen zurückfahren, nehmen private Anbieter ihren Platz ein. Die neueste Beratungsleistung, die (gut gestellte oder langfristig denkende) Studenten auf diese Weise nutzen können, ist das Karriere- oder auch Studien-Coaching. Das Spektrum reicht von standardisierten Stärke-Schwäche-Analysen (z.B. vom geva-Institut) bis hin zur Einzelstunde mit dem eigenen Coach (beim “Googeln” fand ich das, das und das). Zwar hatte ich von bereits von Coaches (Heißt es nicht doch Coachs?) gelesen, die Eltern bei der Wahl des richtigen Internats/Privatschule und Führungskräfte auf dem Weg ins Top-Management beraten; auf die Idee, dass es das auch für Studenten geben müsste, kam ich allerdings nicht. Welche Tagessätze und welches Stundenhonorar verlangt man überhaupt bei einem Menschen, der (aller Erfahrung nach) sein gesamtes Geld für Studium und das restliche Leben benötigt? Regelt das der zweite KfW-Kredit neben den Studiengebühren?

Nicht, dass der falsche Eindruck entsteht, ich würde es allen Studenten missgönnen, die eine derartige Beratung in Anspruch nehmen könnten. Einen Coach (besser noch Mentor) sein Eigen nennen zu dürfen, ist genauso wertvoll das Gespräch mit Freunden - es erleichtert das Leben ungemein. Ich frage mich nur, warum es mit unserem staatlichem Hochschulsystem soweit kommen muss, dass mit dem Stillstand an deutschen Universitäten noch Geld verdient wird.

Die Schuld daran trifft sicher nicht die Berater, im Gegenteil, sie springen wenigstens in die Bresche, wo sonst niemand hilft. Aber ein Mindestmaß an Beratung von Hochschulseite sollte jeder Student erhalten können - möglichst über die eingschlägigen veralteten Arbeitsamtbroschüren hinaus. Wer es sich dennoch leisten kann, auf bezahlte Hilfe zurückzugreifen, der sei darum beneidet!

Management-Literatur: Pflichtlektüre für Studenten! 6. Januar 2006

Veröffentlicht von Frank Walzel in : Management , einen kommentar schreiben

Es liegt vielleicht in der Natur der Sache: Studenten konzentrieren sich besonders in der Endphase, wie sollte es auch anders sein, auf ihr Studium. Dabei gilt es doch schon früh neben der wissenschaftlichen Denke die Sprache und Methoden der Wirtschaft zu lernen. Leider fangen viele Studenten/Absolventen (gerade Geisteswissenschaftler) damit viel zu spät an und sind dann überrascht, wie schnell sie ihr altes Leben umstellen müssen. Dabei liegt die Management-Literatur druckfrisch in den Regalen und wartet nur darauf gelesen zu werden. Das mag vielleicht sehr simpel klingen, oft ist es aber nicht die Idee, sondern der erneute Hinweis auf die Thematik. Gerade wirtschaftsferne Absolventen sollten sich mit den Grundlagen des Managements anfreunden, wenn sie ernsthaft eine Karriere in der Wirtschaft planen.

Seit Ende letzten Jahres ist hierzu eine Sonderausgabe des Harvard Business Managers (Titel: “Köpfe, Konzepte, Klassiker”) im Zeitschriftenhandel, der die besten Artikel der “Management-Gurus” zusammengefasst hat. Absolut lesenswert!

Ein gutes Überblickswerk von einer Autorität in der Management-Literatur, Peter Ducker, bietet der Titel “Was ist Management”. Nahezu grenzenlos zitierfähig.

Ein Querdenker in der Branche ist Fredmund Malik mit seinem neuen Werk “Management. Das A und O des Handwerks”.

Viel Aufmerksamkeit erhielt das Management-Urgestein Henry Mintzberg mit seiner Forderung, die Wirtschaft bräuchte “Manager statt MBAs”. Eine schonungslose Kritik an der Management-Ausbildung wie sie derzeit gelehrt wird.

Ein v.a. für Geistes- und Sozialwissenschaftler leicht zugängliches Buch ist das von Ingmar Brunken. Es stellt “Die sechs Meister der Strategie” dar (Sun-Tsu, Seneca, Clausewitz, Hagakure, Macchiavelli, Musashi) und zeigt auf, wie das teilweise unverständliche Wissen über Strategie in der Wirtschaft und für die eigene Karriere eingesetzt werden kann. Nicht nur etwas für Manager!

Die Liste ließe sich sicher noch um viele Titel erweitern. Angesichts des unübersichtlichen Angebots an Management-Literatur, wo Titel oft mehr versprechen als sie halten können, ist dies eine kleine mir bekannte gute erste Auswahl. Wem weitere (vielleicht sogar bessere) Werke nur so durch den Kopf schießen, ist herzlich dazu eingeladen die “Einsteigerliste” in einem Kommentar auszubauen oder zu ergänzen!
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