Der querdenkende Magister 27. Dezember 2005
Veröffentlicht von Frank Walzel in : Internetthemen , einen kommentar schreibenGoogle spuckt auf den hinteren Trefferseiten äußerst interessante Artikel in Online-Archiven von Zeitungen aus. Da das Gros der geistes- und sozialwissenschaftlichen Internet-Nutzer über die 10. Trefferseite nicht hinauskommt, habe ich mich aufgemacht, die tiefer im Internet vergrabenen Beiträge zu den Chancen von Magisterabsolventen aufzustöbern.
- Der Tagesspiegel aus Berlin gibt geisteswissenschaftlichen Absolventen in einem Beitrag von 2004 den Ratschlag querzudenken und sich früh zu entscheiden.
- In einem weiteren Beitrag des Tagesspiegels aus dem Jahr 2001 wurde über eine Diskussionsrunde bei der Heinrich-Böll-Stiftung berichtet.
- Auf jobber.de stieß ich auf einen interessanten Beitrag zur Frage von Geisteswissenschaftlern in Unternehmensberatungen.
Letzendlich wiederholen sich die Ratschläge der Personaler und Arbeitsmarktexperten stets aufs Neue: Querdenken, früh die Weichen stellen, Projekterfahrung in studentischen Initiativen sammeln, interkulturelle Kompetenz im Ausland erwerben, … . Auch wenn ich mich von den immer gleichen Checklisten mittlerweile erschlagen fühle, sind sie meiner Meinung immens wichtig um geistes- und sozialwissenschaftlichen Absolventen die neue “Querdenke” schmackhaft zu machen! Was bringt es, wenn das Wissen in (Online-)Archiven vor sich hingammelt, wenn jedes Jahr Hochschulabsolventen mit den gleichen Fragen kommen.
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Die Welt der “Postgraduierten” 19. Dezember 2005
Veröffentlicht von Frank Walzel in : Studentischer Geist , einen kommentar schreibenWer glaubt mit dem akademischen Abschluss ist alles geschafft, kennt die Welt der “Postgraduierten” nicht.






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Generation Angst - Studenten und die Zukunft 13. Dezember 2005
Veröffentlicht von Frank Walzel in : German Angst , 2kommentareViele Studien kann man ja getrost mit Nichtbeachtung bestrafen. Die Jugendstudie von Manager Magazin und McKinsey zur Befindlichkeit der Studenten-“Generation 05″ hält aber die ein oder andere Überraschung bereit: Die Grundstimmung der Jungakademiker passt sich wohl eher der gefühlten Stimmung im Lande an und die ist pessimistisch!
- Den größten Wert auf soziale Anerkennung legen - wir ahnen es alle - die Betriebswirte.
Studierende der Wirtschaftswissenschaften streben gegenüber dem Durchschnitt deutlich stärker nach Anerkennung der eigenen Leistung, nach einer Führungsposition beziehungsweise der Übernahme von Verantwortung und Möglichkeiten der Weiterbildung; auffallend weniger häufig betrachten sie das ausgewogene Verhältnis von Arbeit und Privatleben als sehr wichtig. Auch die Einstufung von hohem Einkommen und Prestige der Position liegt in dieser Gruppe erheblich über der aller Studierenden.
- Was die Breitschaft zum Jobwechsel angeht zeigen sich Juristen und Naturwissenschaftler am behäbigsten. BWLer sind da etwas flinker. Geistes- und Sozialwissenschaftler sind wahrscheinlich gar nicht aufgeführt, weil sie von der ersten Stunde ihres Berufes den Wechsel (zur Sicherheit) im Hinterkopf haben.

Eine ähnlich große Gruppe (14 Prozent) wie diejenige, die an einen dauerhaften Verbleib in ihrem Beruf glaubt, hält sogar “häufige” Berufswechsel für wahrscheinlich. Knapp ein Sechstel (16 Prozent) vermag hierzu keine Einschätzung abzugeben. Juristen und Naturwissenschaftler unter den Studierenden sehen sich überdurchschnittlich häufig für das ganze Erwerbsleben im selben Beruf, während Wirtschaftswissenschaftler vermehrt den einen oder anderen Berufswechsel antizipieren.
- Das Thema Selbstständigkeit scheint Abwehrreaktionen bei Geistes- udn Sozialwissenschaftlern auszulösen. Wieder einmal sind die BWLer unternehmungslustiger.
Rund ein Viertel betrachtet eine solche Option[die Selbstständigkeit] immerhin noch als Notlösung (24 Prozent), rigoros ablehnend äußern sich nur 13 Prozent, darunter vergleichsweise häufiger die Naturwissenschaftler sowie die Geistes- und Sozialwissenschaftler, aber auch die Jüngsten und die Studentinnen. Wirtschaftswissenschaftler hingegen planen sogar zu 19 Prozent eine selbständige Existenz ein, für 42 Prozent käme diese Alternative zur abhängigen Beschäftigung zumindest in Frage, für weitere 24 Prozent auch noch als Notlösung.
- Obwohl ich immer wieder lese, dass eine große Mehrheit der Absolventen nicht ins Ausland gehen will, sehen sich wohl auch viele aufgrund der wirtschaftlichen Lage dazu gezwungen.

Die überraschend große Bereitschaft, die berufliche Existenz gegebenenfalls ins Ausland zu verlegen, hängt offenbar mit verbreiteten Zweifeln zusammen, ob man für sich von einer gesicherten Zukunft in Deutschland ausgehen kann. Die Meinungen hierzu sind gespalten: 40 Prozent hegen eher zuversichtliche Zukunftserwartungen, einige mehr hingegen, nämlich 44 Prozent, rechnen eher mit dem Gegenteil. 15 Prozent können oder wollen sich hier nicht festlegen. Die Studentinnen (53 Prozent) sind deutlich pessimistischer als die Studenten (35 Prozent). Im Vergleich der verschiedenen Fachrichtungen äußern sich die Juristen am zuversichtlichsten (52 Prozent Optimisten zu 39 Prozent Pessimisten), am skeptischsten die Wirtschaftswissenschaftler (31 Prozent Optimisten zu 59 Prozent Pessimisten).
- Enttäuscht hat mich ein wenig das negative Bild der befragten Studenten über Deutschlands Manager. Wollen die Kritiker nicht irgendwann einmal selbst Verantwortung tragen, egal ob in der Wirtschaft, Gesellschaft oder in der Politik?

Das deutschlandkritische Bild der Befragten setzt sich fort in der Bewertung der deutschen Manager. Die Liste der Negativ-Eigenschaften, die von den Studierenden hervorgehoben werden (trifft “voll und ganz” oder “überwiegend” zu), ist länger als die der positiven. 71 Prozent halten die deutschen Manager für “überbezahlt”, 62 Prozent stimmen der Charakterisierung zu, sie seien nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Von 45 Prozent wird zwar das internationale Niveau anerkannt, 39 Prozent stellen aber zugleich auch Überforderung fest.
Immer mehr Sozialwissenschaftler in der Wirtschaft 8. Dezember 2005
Veröffentlicht von Frank Walzel in : Allgemein , 1 kommentar bisherDie Arbeitslosenquote unter Sozialwissenschaftlern ist etwa dreimal so hoch wie bei Akademikern insgesamt und liegt damit leicht über der “amtlichen” Arbeitslosenquote von ca. 9,5 Prozent. Dies gehört zu den Ergebnissen von Andreas M. Ortenburgers Diplomarbeit “Was machen eigentlich Sozialwissenschaftler?”, in der er die Berufsaussichten von Sozialwissenschaftlern nach dem Studium untersuchte. Für seine Studie wurde er mit einem der Preise an Studierende 2003 der Ruhr-Universität Bochum ausgezeichnet. Immer mehr Sozialwissenschaftler zieht es in die freie Wirtschaft. Ortenburger fand zwar heraus, dass 40 Prozent der Absolventen ihre erste Beschäftigung an der Universität finden. Auf eine Vielzahl unspezifisch ausgeschriebener Stellen werden jedoch auch Sozialwissenschaftler eingestellt. Befragungen in Unternehmen zeigten, dass in der Privatwirtschaft von je 4.000 Mitarbeitern ca. ein bis zwei Sozialwissenschaftler sind - im öffentlichen Dienst zwei bis viermal so viel. Darüber hinaus wechselt ein erheblicher Anteil der zuerst in der Wissenschaft Beschäftigten später in privatwirtschaftliche Arbeitsfelder - wo sie sich dann selbst nicht mehr als Sozialwissenschaftler bezeichnen.[qu:staufenbiel.de]
Gern verweise ich für Studenten aus Berlin auf den neuen Weblog http://www.hu-studenten.de in dem sich Studenten aus der Hauptstadt, gern aber auch aus anderen Regionen zu Studium, Wohnen, Jobben etc. austauschen können.
Wenn es denn unbedingt sein muss: Magister! 8. Dezember 2005
Veröffentlicht von Frank Walzel in : Grundsatz-Artikel , einen kommentar schreibenAuf der Homepgage der Karriere-Zeitschrift “high potential CHANCES” stieß ich auf äußerst unterhaltsame Ratschläge (der Titel sagt alles: “What`s hot and what`s not!”), welche Studienfächer/-abschlüsse beruflichen Erfolg versprechen und welche nicht. Soviel sei vorweg genommen: Der Magister gehört nicht dazu.
Von einem Magisterstudiengang ist insbesondere dann abzuraten, wenn ein inhaltsgleicher Studiengang an einer anderen Hochschule mit einem Diplom beendet werden kann.
Magisterstudiengänge haben bei vielen Unternehmen einen noch geringeren Stellenwert als ein Lehramtsstudium. Was vor allem für Lehrer vernichtend klingt, die jedoch beim Staat gefragt wie nie sind, ist für Magister, die sich eben nicht auf ein reichhaltiges Jobangebot im staatlichen Sektor freuen können, noch schwerwiegender. Magister ist natürlich kein Studiengang an sich, sondern ein Titel. Unternehmen schätzen diese Abschlussbezeichnung in der Regel nicht: Diplom-, Master- oder Bachelorabschlüsse sind gefragt bei den Recruitern. Das Diplom ist der deutsche Standardabschluss an den Hochschulen, während Master- und Bachelor-Titel erst vor kurzem im größeren Stil von Hochschulen vergeben werden und bei Unternehmen in Mode gekommen sind. Der Magister gilt oftmals als verstaubt, altbacken und suggeriert (oftmals zu Unrecht) ein inhaltsarmes Studium. Tipp: Wählt für euren Studiengang die Hochschule aus, die dieses Studium mit dem Abschluss eines Diplom-, Master- oder Bachelortitel anbietet. Hierbei handelt es sich zumeist um inhaltsgleiche Angebote, die durch einen höher bewerteten Titel einen weitaus erfolgsträchtigeren Start ins Berufsleben ermöglichen.
Noch schlimmer kommen die Historiker weg:
Historiker haben zweifelsohne das Wissen um die Vergangenheit. Ob ihnen dies aber nach dem Studium ein entsprechendes Einkommen verschafft, darf für die Mehrzahl der Historiker sehr bezweifelt werden.
Studierende der Geschichte haben es sehr schwer, nach dem Studium einen Job zu finden - zu rar gesät sind Institutionen oder Unternehmen, die sich entweder mit der Vergangenheit eingehend befassen oder aus dieser wichtige Schlüsse für Gegenwart und Zukunft ziehen. Egal ob Ministerien, (nicht-universitäre) geschichtliche Institute oder Verbände, sie alle leiden unter knappen Kassen und schaffen auf absehbare Zeit keine neuen Stellen. Ein früherer Hauptabnehmer von Historikern fällt also nahezu komplett weg, und zu wenige neue Nachfragen nach geschichtlich versierten Arbeitskräften sind entstanden. Sicherlich gibt es think tanks, die interdisziplinär denken und das Zukünftige mit Hilfe des Vergangenen prognostizieren. Jedoch sind think tanks in Deutschland bei weitem nicht derart stark verbreitet, wie sie es in ihrem Ursprungsland USA sind. Auch die politische Kaste zu Berlin und deren Parteiapparate werden nicht alle Historiker die aus den Unis strömen aufnehmen können und wollen.
Fazit: Ein Studium, welches sich mit Vergangenheit befasst und wenig Zukunftskraft bietet.
In der Liste der Absteiger werden selbstverständlich auch die Fächer Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Soziologie und (wer hätte das gedacht) die Veterinärmedizin geführt! Wen wundert es da noch, wenn BWL, VWL, Jura, Informatik (gar nicht mehr wegzudenken), Medizin (!), Logistik (gibt es auch schon als Studienfach!), Bauingenenieur (!), Lehramt (PISA sei Dank) und Elektroingenieur.
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Sozialwissenschaftler erforschen ihre Absolventen 6. Dezember 2005
Veröffentlicht von Frank Walzel in : GeistesWissenSchaft , 2kommentareWie es aussieht, wenn Sozialwissenschaftler die Berufschancen ihrer Absolventen erforschen, zeigt das Wissenschaftszentrum Berlin in einer Studie mit dem schlichten Titel „Tätigkeitsfeld und berufliche Situation von Sozialwissenschaftlern“. Nach der Auswertung ihrer empirischen Daten kommt sie zu folgendem Ergebnis:
Die Sozialwissenschaftler stellen diejenige Gruppe dar, die in den drei Dimensionen des Tätigkeitsfeldes (überwiegend ausgeübte Tätigkeit, Beruf, Branche) im Gegensatz zu anderen Akademikergruppen die größte Variation aufweisen. Dies bedeutet, dass die Berufsfeldprägnanz beiden Sozialwissenschaftlern im Vergleich mit Betriebswirten, Rechtwissenschaftlern und Geisteswissenschaftlern geringer ist.
Das faktisch realisierte Tätigkeitsfeld ist bei Sozialwissenschaftlern am heterogensten, was auf eine hohe berufliche Flexibilität hinweist. Das Studium ermöglicht den Absolventen offenbar, sich ein breiteres Tätigkeitsfeld zu eröffnen als dies für die anderen Akademikergruppen der Fall ist. Dabei
zeigt sich, dass Sozialwissenschaftler häufig auch in Kategorien anzutreffen sind, die vorab nicht ohne weiteres vermutet wurden. Es stellt sich heraus, dass viele Sozialwissenschaftler in lehrenden Berufen tätig sind, aber auch jeder Achte einen kaufmännischen Beruf ausübt. Im Zusammenhang damit ist
deutlich, dass viele Sozialwissenschaften überwiegend lehrende und erziehende Tätigkeiten ausüben, aber auch beraten/informieren und managen. (…)
So sind es vor allem die sogenannten Brücken- bzw. Vermittlungsfunktionen (z.B. im Bereich des Marketings, in den Medien, in der Politik oder im pädagogischen Bereich), in denen Sozialwissenschaftler eingesetzt werden. Die Möglichkeit, innerhalb des Studiums, sich Eigenschaften wie Flexibilität, Kreativität und analytische Fähigkeiten anzueignen, scheint somit eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Sozialwissenschaftler auf dem Arbeitsmarkt weiter etablieren können.
Na, wenn das mal kein handfestes verwertbares Ergebnis ist! Dazu braucht es also im Vorfeld 25 Seiten empirischer Feinarbeit?! Google hätte da ein praxisnäheres Bild geliefert und das mit einer solideren Datengrundlage. Warum müssen Sozialwissenschaftler selbst unwissenschaftliche Themen aus der Praxis mit schweren akademischen Gerät bearbeiten?
Da wundert es einen nicht, dass die Autoren zu folgenden Träumereien fähig sind:
Generell scheint sozialwissenschaftliches Wissen in der privaten Wirtschaft zunehmend Verwendung zu finden. Unterstellt man der privaten Wirtschaft eine höhere Innovationsfähigkeit als dem politischen System, dann kann es nur eine Frage der Zeit sein, dass von dieser Seite vermehrt Gelder für sozialwissenschaftliche Studiengänge bereitgestellt werden.
Bibliographie für wirtschaftsnahe Geisteswissenschaftler 4. Dezember 2005
Veröffentlicht von Frank Walzel in : Studentischer Geist , einen kommentar schreibenEher durch Zufall stieß ich auf die Publikations- und Literaturliste der Münchner Initiative “Student und Arbeitsmarkt” an der LMU. Beeindruckend, was die Organisatoren da für Geistes- und Sozialwissenschaftler auf die Beine gestellt haben - ganz großes Lob! Es bliebt zu hoffen, dass das Projekt viele Nachahmer findet.
Literaturliste der LMU “Student und Arbeitsmarkt”
• Behrend, Diederich / Biel, Georg / Bönisch, Walter / Honolka, Harro / Reimann, Herbert: Wohin nach dem Studium? Chancen für Geistes- und Sozialwissenschaftler in der Wirtschaft. * Landsberg am Lech 1988
• Schmidt, Siegfried H. / Honolka, Harro / Bockenfeld, Werner: Student und Arbeitsmarkt. Die Praxisprogramme an der Universität München auf dem Prüfstand, München 1995
• Honolka, Harro: Berufsbezogenheit in germanistischen Fächern. Möglichkeiten eines koordinierten Nebeneinanders vieler Wege, in: Georg Jäger / Jörg Schönbert 11 (Hrsg.): Wissenschaft und Berufspraxis. * Paderborn/München/Wien/Zürich 1997, S. 319-327
• Honolka, Harro: Berufspraktika im Ausland von Geistes- und
Sozialwissenschaftlern. Erfahrungen aus einem Modellversuch von Student und Arbeitsmarkt an der Ludwig-Maximilians-Universität München, in: Beiträge zur Hochschulforschung 3, 1997, S. 303-311
• Payome, Thea / Langen, Stephanie: Studium und Betriebspraktika. Betriebspraktika. Beschaffen. Absolvieren. Ins Studium einbauen. Heft 1 der Schriftenreihe von Student und Arbeitsmarkt. München 1998
• Honolka, Harro: Berufsbezogen studieren: Plädoyer für einen dritten Weg, in: Günter Blamberger / Hermann Glaser / Ulrich Glaser (Hrsg.): Berufsbezogen studieren. Neue Studiengänge in den Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften, München 1998, S. 220-224
• Konegen-Grenier, Christiane: Mit Kant und Kafka in die Wirtschaft. Integrationsprogramm für Geisteswissenschaftler. Befragung der beteiligten Unternehmen und Absolventen, Köln 1998.
• Schmirber, Gisela / Honolka, Harro (Hrsg.): Berufsvorbereitende Programme für Studierende an deutschen Universitäten, München 1998.
• Schöndorf, Marion: Münchner Mentorenmodell. Ergebnisse eines Pilotprojekts an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Heft 3 der Schriftenreihe von Student und Arbeitsmarkt. München 1999.
• Bockenfeld, Werner: Absolventenbefragungen. Eine praktische Anleitung für Fakultäten und Institute der Ludwig-Maximilians-Universität München. Heft 2 der Schriftenreihe von Student und Arbeitsmarkt. München 2000.
• Honolka, Harro / Limbrunner, Christiane / Oram, Melanie / Wypijeski, Wolfgang: Bewerbungsratgeber für Studenten und Hochschulabsolventen, Bielefeld 2000.
• Agreiter, Mechthild / Schindler, Götz: Geistes- und Sozialwissenschaftler für die europäische Wirtschaft, München 2000.
• Grühn, Dieter / Honolka Harro: Berufsvorbereitende Programme an Universitäten vor neuen Herausforderungen. * Heft 4 der Schriftenreihe von Student und Arbeitsmarkt. München 2001.
• Mit der LMU zum Wunschberuf. Studienbegleitende Angebote zur Berufsvorbereitung. Für Studierende aller Fächer ab dem 1. Semester. Broschüre an der LMU 2001.
• Mendoza, Imke: Zukunfts- und Berufsperspektiven Slavistik. * Heft 5 der Schriftenreihe von Student und Arbeitsmarkt. München 2001.
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Dem Unternehmen ein Profil geben 2. Dezember 2005
Veröffentlicht von Frank Walzel in : Management , einen kommentar schreibenJedem ist schon einmal so ergangen: Man trägt einen Gedanken mit sich herum von dem man glaubt, er habe sich in der Welt noch nicht allzu weit herumsgesprochen und just wird man eines besseren belehrt. Im Fall des Corporate Profiling (Artikel im uni-magazin 5/2002) habe ich dies allerdings nicht als Enttäuschung empfunden. Ganz im Gegenteil: Dem Herrgott sei Dank, dass es kreative und engagierte Macher gibt, die für Andere die Bresche schlagen.
Bei Coporate Profiling handelt es sich (so habe ich es verstanden) um die Neuausrichtung eines Unternehmensbildes. Ziel eines Corporate Profilers ist es demnach, eine Kommunikationsstrategie zu entwerfen, die ein verändertes Unternehmensimage nach innen und nach außen stützt und fördert. Dabei greifen Coporate Profiler als externe Berater viel früher in die Analyse-, Zielfindungs- und strategischen Planungsphase eines Unternehmens ein als klassische PR-Berater. Das erfordert von den Beratern neben einer hervorragenden Kommunikationsausbildung auch weitreichende wirtschaftliche Kennnisse, um Unternehmenszahlen richtig analysieren zu können. Wenn das mal keine interessante Schnittstelle zwischen betriebswirtschaftlichem Analysten (Marke: harte Management-Beratung) und kreativem Kommunikationsprofi (Marke: weiche PR-Agentur) ist!
Dass es sich bei dem Thema um Neuland handelt, zeigt eine Suchanfrage bei Google, die (im deutschsprachigen Raum) schnell ins Leere führt. Bisher konnte ich nur beim Unternehmensberatungsableger der Kommunikationsagentur fischerAppelt einen Artikel zu Corporate Profiling finden (“Corporate Profiling - Paradigmenwechsel in der Unternehmenskommunikation”).
Das wirft Fragen auf: Wo versteckt sich der Rest der Bande? Wieso erkennen die großen Unternehmensberatungen dieses Feld nicht für sich? Können/wollen (klassische) Kommunikationsagenturen diesem hohen Anspruch gerecht werden? Und warum findet sich im Netz zu dieser Beratungslücke so wenig Information?
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Geisteswissenschaftler gehen “stiften” 1. Dezember 2005
Veröffentlicht von Frank Walzel in : GeistesWissenSchaft , 2kommentareWenn das mal kein leuchtendes Vorbild ist: Die Fritz-Thyssen-Stiftung tat sich mit der Volkswagenstiftung zusammen und rief just in diesem unserem Jahr 2005 eine Initiative ins Leben wie sie lange überfällig war. Mit der Förderinitiative “Pro Geisteswissenschaften“ unterstützen sie tatkräftige und vielversprechende Nachwuchswissenschaftler (”Dilthey-Fellowships”), aber auch “alte Hasen”, die an einem größeren Werk arbeiten wollen (”opus magnum”).
Die dritte Komponente ist allerdings die Spannendste: Das Veranstaltungsprogramm “Geisteswissenschaften und Öffentlichkeit” soll dazu dienen, Rang und Stellenwert der Geisteswissenschaften einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln. Gefördert werden größere Konferenzen sowie kleinere Workshops und Veranstaltungen. Für das nötige Presse-Echo dürfte zumindest in der Zielgruppe Akademiker gesorgt sein. Kooperationspartner sind die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.
Es ist schön zu wissen, dass es in Deutschland noch Menschen gibt, die tun, was getan werden muss, anstatt sich in Fachjournalen und Feuilletons zu beweinen!